IN HAMBURG: RASTA SIEHT GEGEN TOWERS LANGE KEIN LAND!

RASTA Vechta ist mit einer Niederlage in das neue Jahr gestartet. Am 11. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga verloren die Niedersachsen am Samstagabend mit 74:92 (27:49) bei den Hamburg Towers. Dabei konnte eine Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel die schwache erste Hälfte nicht wettmachen, so dass die RASTAner weiter auf ihren ersten Saisonerfolg warten. Auf diesen hoffen die Vechtaer nun am Freitag (8.1., 19 Uhr) im Heimspiel gegen Brose Bamberg (live auf www.magentasport.de/basketball).

Double-Double in Hamburg: RASTAs Center Dennis Clifford kam auf 17 Punkte und zehn Rebounds. Foto: MSSP - Michael Schwartz

In Kürze

Bei den favorisierten Hanseaten, dem Team von Vechtas ehemaligen Coach Pedro Calles, konnten die RASTAner, welche erneut ohne den verletzten Philipp Herkenhoff auskommen mussten, in der 1. Halbzeit so gar nicht an die gute Leistung aus dem Derby gegen die EWE Baskets Oldenburg vom Mittwoch anknüpfen. Viele Ballverluste, eine schlechte Quote bei den Dreiern und auch Probleme in der Defense bescherten den Gästen einen zwischenzeitlichen 26-Punkte-Rückstand - 35:61 (24. Minute). Jedoch steigerten sich die Vechtaer noch immens, hatten Mitte des 4. Viertels die Chance, den Rückstand auf weniger als zehn Punkte zu verkürzen. Schließlich aber waren es die Hamburger, die die Zügel noch einmal entscheidend anziehen konnten.

1. Viertel

Südlich der Elbe herrschte in den Anfangsminuten bei beiden Teams Ebbe in der Offense. RASTA kam erst nach 128 Sekunden durch einen Hasbargen-Dreier auf das Scoreboard - 3:4. Es bedurfte  schon eines seltenen Scoring-Momentes von Ex-RASTAner Max DiLeo, der dann Hamburg auf Touren brachte. DiLeos artistische Einlage zum 10:5 (5.) setzte einen Lauf des Calles-Teams in Gang, welcher erst durch Stefan Penos And-One in der 8. Minute zum 12:19 gestoppt werden konnte. Doch die Towers waren nun nicht mehr wirklich aufzuhalten. Ein Dunk von Dennis Clifford auf Pass von Peno zum 14:21 (9.) schien noch einmal Hoffnung zu machen. Aber RASTAs Unterlegenheit zeigte sich auch in den Schlusssekunden des 1. Viertels. Hamburgs T.J. Shorts durfte ganz einfach über das gesamte Spielfeld zum Korbleger marschieren - acht Punkte Rückstand für die Vechtaer.

2. Viertel

Die Hamburg Towers wurden im 2. Viertel noch dominanter. Mit einem 7:0-Lauf eröffnete das Calles-Team diesen Abschnitt, führte nach 11:43 Minuten durch Punkte von Maik Kotsar mit 31:16 - Auszeit RASTA. Es dauerte fast drei Minuten bis die Vechtaer ihre ersten Punkte im 2. Viertel erzielten konnten, Ike Iroegbu traf zum 18:33 (13.). RASTAs größtes Probleme bis dahin: Dreier und Ballverluste. Hamburgs Defense bereitete wie erwartet Kopfzerbrechen, bis zur Halbzeit hatten die Gäste neun Turnovers zu verzeichnen. Und mit einer Vechtaer 8%-Quote (1/13) von jenseits der 6.75 Meter war in Wilhelmsburg ebenfalls Land unter. Aber auch die Towers glänzten nicht von Außen, in der 16. Minute traf dann aber Bryce Taylor mal einen Dreier - 39:20. RASTAs Rückstand pendelte sich nun bis zur Halbzeit bei um und bei 20 Punkten ein.

3. Viertel

In der 24. Minute war Kameron Taylor gerade ein einfacher Korbleger zum 61:35 gelungen, da beordertet RASTAs Head Coach Thomas Päch sein Team einmal mehr zur Unterredung an die Bande - und es wurde laut. Im Anschluss rissen sich die Vechtaer am Riemen, ließen den Rückstand nicht noch größer werden, ja, sie verkürzten ihn sogar. Vor allem Tim Hasbargen zeigte nun, was möglich ist. Der 24-Jährige machte acht Punkte im 3. Viertel, zwang Hamburg mit seinem Korb zum 47:65 in eine Auszeit (27.). Als dann auch noch Ike Iroegbu und Will Vorhees mit zwei Threeballs RASTAS Dreierschwäche für den Moment vergessen ließen, kamen doch noch Hoffnungen auf ein großes Comeback auf. Aber: Die Hamburg Towers konterten RASTAs Distanzwürfen jeweils ebenfalls von jenseits der 6.75 Meter - wie gewonnen, so zerronnen. RASTA hatte das 3. Viertel mit 29:24 gewonnen, der Rückstand vor dem Schlussabschnitt betrug aber immer noch 17 Zähler - 56:73.

4. Viertel

Nachdem T.J. Shorts in der 32. Minute per Buzzer Beater auf 75:56 für die Hamburg Towers gestellt hatte, schien die Entscheidung gefallen. Doch RASTAs Kampfgeist lebte auf. Nach einem Offensiv-Rebound schloss Robin Christen ab zum 60:75 (33.), Jannes Hundt holte zwei Offensiv-Fouls gegen Shorts und Kapitän Josh Young stellte auf 62:75 (33.). Und es kam noch besser für das Päch-Team: Robin Christen klaute den Ball, trug ihn übers gesamt Feld und vollendete zum 64:75. Knapp sieben Minuten vor dem Ende waren die Vechtaer drauf und dran, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu drücken. Doch die nächsten beiden Angriffe brachten nichts ein - das Signal für die Towers. In der 36. Minute stellte erst der der an diesem Abend ganz starke Maik Kotsar per Dunking auf 79:64, Zac Cuthbertson gelang nur 16 Sekunden später per Dreier auf 82:64. RASTA kassierte nach dem Sturmlauf sogar einen 2:11-Run - eine Neuauflage dessen, was sich in Halbzeit eins abgespielt hatte.

Samstag, 2. Januar 2021 - 20.30 Uhr - easyCredit BBL - 11. Spieltag

Hamburg Hamburg - RASTA Vechta 92:74 (24:16 / 25:11 / 24:29 / 19:18)

HH: T.J. Shorts (13 Punkte/3 Assists/5 Steals), Jordan Swing (8), Max DiLeo (4), Jürgen Rich, Kameron Taylor (17/3 Assists), Maik Kotsar (19/10 Rebounds/3 Assists), Justus Hollatz (5), Terry Allen (3), Marvin Ogunsipe (6), Zac Cuthbertson (9/3 Assists), Bryce Taylor (8),

VEC: Ike Iroegbu (10/3 Assists/2 Steals), Stefan Peno (6), Tim Hasbargen (11/5 Rebounds), Josh Young (13), Jean Salumu (4), Jannes Hundt, Björn Rohwer, Robin Christen (7), Will Vorhees (6/7 Rebounds) und Dennis Clifford (17/10).

Die Stimmen der Trainer zum Spiel

Thomas Päch (Vechta): „Erst einmal Glückwunsch an Coach Calles und die Hamburg Towers. Ich glaube, das war heute wieder ‚Täglich grüßt das Murmeltier‘ bei uns. Wir haben gegen Oldenburg eine sehr anständige Partie gezeigt und das hier in der 1. Halbzeit einfach versäumt. Wir sind am Anfang mit dem Druck von Hamburg nicht zurechtgekommen. Wir haben zu viele einfache Punkte liegen lassen, dass wir dann im 2. Viertel so passiv und defensiv nicht präsent sind, das geht nicht. Wir haben in der 2. Halbzeit nochmal unser Gesicht gezeigt. Insgesamt geht das aber so nicht, wir können nicht nur eine Halbzeit Basketball spielen.“

Pedro Calles (Hamburg): „Ich möchte meinen Spielern zum Sieg und der Leistung, die sie in diesem wichtigen Spiel gezeigt haben, gratulieren. Wir sind mit großer Energie gestartet. Wir wussten, dass Vechta gerade intensive 40 Minuten gegen Oldenburg hinter sich hatte, aber auf jeden Fall alles geben würde, um uns das Leben schwer zu machen. Das hat man in der 2. Halbzeit gesehen. Damit war ich nicht zufrieden. Aber es ist sehr wichtig, dass wir das erste Spiel des neuen Jahres gewonnen haben. Vor allem, weil die letzten beiden Spiele in Niederlagen enden.“

Nächstes Spiel: am Freitag, 8.1., um 19 Uhr gegen Brose Bamberg (live auf www.magentasport.de/basketball)

RASTA Vechta - 2020/2021 - Der Kader

Jordan Barnett (Forward, 25, USA), Robin Christen (Forward, 29, D), Dennis Clifford (Center, 28, USA), Tim Hasbargen (Guard, 24, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 21, D), Jannes Hundt (Guard, 24, D), Ike Iroegbu (Guard, 25, NGR/USA), Stefan Peno (Guard, 23, SRB), Björn Rohwer (Center, 24, D), Jean Salumu (Guard, 30, BEL), Malte Stenzel (Guard, 22, D), Will Vorhees (Forward, 25, USA), Josh Young (Guard, 32, USA). Head Coach: Thomas Päch (38, D). Assistant Coaches: Derrick Allen (40, USA), Marius Graf (29, D). Athletic Trainer: Andreas Finsinger (30, D).

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