SZENENWECHSEL: HERKENHOFF IM KRANKENHAUS

Zum Glück nur einen Besuch stattet RASTAs Youngster Philipp Herkenhoff jetzt dem St. Marienhospital in Vechta ab - verletzt ist der 19-Jährige nämlich nicht. Der Jung-Nationalspieler besuchte als Schirmherr des Projektes „Szenenwechsel“ drei Praktikanten. Die Jugendlichen verbringen eine Woche ihrer Osterferien in der geriatrischen Rehabilitationsklinik.

Im Bild von links nach rechts: Monika Heyng-Krogmann (St. Marienhospital Vechta), Hannes von Lehmden, Philipp Herkenhoff (RASTA Vechta, Schirmherr), Sophia-Sakinah Heckmann, Dietmar Fangmann (Landes-Caritasverband), Philipp Itteritz. Foto: Petra Pekeler

Philipp Herkenhoff ist begeistert vom Engagement der jugendlichen Szenenwechsler: „Ich finde es super, dass ihr euch freiwillig für andere Menschen engagiert. Und das in den Osterferien. Ihr hättet ja durchaus auch im Bett liegen bleiben können“, richtet der Profi-Basketballer lobende Worte an Philipp Itteritz (18), Hannes von Lehmden (15 ) und Sophia-Sakinah Heckmann (16).

Sie sind drei von insgesamt 97 Schülerinnen und Schüler, die sich in diesem Jahr dazu entschieden haben, in die soziale Arbeit hinein zu schnuppern. „Man kann ja nur dankbar dafür sein, dass es Menschen gibt, die einen sozialen Beruf ergreifen. Schließlich kann man selber immer in die Situation geraten, auf Hilfe angewiesen zu sein. Ich jedenfalls habe großen Respekt vor Menschen, die einen sozialen Beruf ergreifen.“

Solch großen Respekt hat RASTAs Forward auch vor Jugendlichen, die sich freiwillig engagieren. Wie wichtig Menschen, sind die einem zur Seite stehen, erfuhr er im Alter von 13 Jahren selber, als er wegen eines Bänderisses auf Hilfe angewiesen war. Als er außer Gefecht gesetzt war, ist Herkenhoff klar geworden, wie wichtig ihm der Basketball-Sport ist. „Von da an habe ich meinen Weg zum Profi mit noch mehr Ernsthaftigkeit verfolgt“, so der 2,08 Meter große Mann aus Hagen am Teutoburger Wald, der seit 2015 für RASTA spielt. „Jeder muss seinen Weg finden und dabei Erfolge haben - egal ob im Sport oder eben in einem sozialen Beruf. Aktionen wie der ‚Szenenwechsel‘ sind gut, weil sie jungen Menschen einen Weg aufzeigen, den diese dann vielleicht weitergehen.“ 

Szenen-Wechsel ist eine Osterferien-Aktion

Einmal im Jahr können Jugendliche ab 15 Jahren direkt in soziale Arbeit hineinschnuppern. Caritas und Diakonie laden zusammen mit der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend Oldenburg (bdkj) dazu ein. Szenenwechsel ist ein vier- bis fünftägiges Kurzpraktikum in den Osterferien. Junge Menschen erleben dabei, dass soziale Arbeit sehr vielfältig ist und richtig Spaß machen kann.

Soziale Arbeit direkt erleben

Der Titel "Szenenwechsel" zeigt an, worum es geht: Raus aus der Schule und rein in die soziale Arbeit. Jugendliche lernen hier außerhalb ihrer Szene Menschen in anderen Lebenssituationen kennen. Sie erleben andere gesellschaftliche Alters- und Sozialgruppen. Über 2.500 Jugendliche haben in den vergangenen Jahren die Chance ergriffen, in ein paar Ferientagen die Szene zu wechseln.Im Vorjahr haben fast 200 Jugendliche aus allen Schularten die Gelegenheit genutzt, Situationen und Menschen zu erleben, zu denen sie sonst eher keinen Zugang bekommen hätten.

Das größte Interesse hatten die Teilnehmenden an einem Praktikum in Behinderteneinrichtungen und Kindergärten, gefolgt von der Mitarbeit in Altenheimen und bei sozialen Beratungsangeboten. An kaum einem anderen Ort gibt es die Chance, für kurze Zeit so direkt in soziale Arbeit hineinzusehen. Nirgendwo sonst kannst du zwischen so vielen Möglichkeiten auszuwählen.

Alle Infos auf https://www.dw-ol.de/pages/einrichtungen/microsites/szenenwechsel/index.html

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