ABSCHIED DES KAPITÄNS: JOSCHKA FERNER VERLÄSST VECHTA!

(29.5.2026) 318 getroffene Dreier in 181 Spielen, insgesamt 1.256 Punkte, Joschka Ferner hat RASTA Vechta in den letzten fünf Jahren geprägt. Seit 2021 ging der 30-Jährige Publikumsliebling für den Kultklub aus dem Oldenburger Münsterland aufs Parkett, wurde mit ihm Meister in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, erreichte die easyCredit Basketball Bundesliga-Playoffs und die Basketball Champions League.
Joschka Ferners bejubelter Threeball zum 34:36-Anschluss in Spiel 2 des diesjährigen Playoff-Viertelfinales bei ALBA BERLIN ist damit der letzte von ihm im Trikot RASTA Vechtas. Seinen ersten Treffer von Downtown für Vechta hatte Ferner am 17. September 2021 beim ProA-Saisonauftakt im RASTA Dome erzielt, 317 sollten in weiteren 180 Pflichtspielen folgen. 806 Mal drückte Vechtas #9 von jenseits der 6.75 Meter ab, traf starke 39.5 % dieser Würfe.
„Mit Joschka verlässt uns aber nicht nur ein sehr guter Schütze, sondern auch auch ganz toller Mensch“, sagt Klubchef Stefan Niemeyer. „Sein Charakter, sein sportlicher Ehrgeiz, seine Integrität - all das ist vorbildhaft. Nicht umsonst gibt es unter unseren Fans sehr viele, jung und alt, die in den letzten Jahren sein Trikot gekauft haben und mit Stolz tragen. Joschka hat die letzten fünf Jahre mit uns geprägt und ich freue mich sehr, dass es in dieser Saison, die aufgrund von Verletzungen nicht leicht für ihn war, in den Play-Ins noch einmal so einen für ihn und alle Fans tollen Moment gab.“
Der Moment, von dem Stefan Niemeyer spricht, ereignete sich knapp eine Minute vor Ende des Spiels gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier. Ferner traf nach längerer Durststrecke wieder einen Dreier, der RASTA Dome explodierte förmlich - alle freuten sich für den Captain. „Das war ein unglaublich befreiender Moment. Ich wollte nach der Verletzung unbedingt noch in dieser Saison wieder spielen, was ja dann auch geklappt hat. Die Halle hat das honoriert, was mich sehr gefreut hat. Es hat in meiner Zeit hier sowieso gepasst, auch menschlich. Ich habe mich vom ProA-Spieler zum BBL-Stammspieler entwickelt, der Klub hat sich gut entwickelt - eine Win-Win-Situation“, so der Forward.
Es gab unzählige Momente, in denen Joschka Ferner RASTAs Fans von den Sitzen riss, für eine gegnerische Auszeit sorgte, seine Mitspieler mitriss. Sein Ende bei RASTA ist aber nicht das seiner Karriere. Die möchte Ferner aus privaten Gründe aber gerne im Süden der Republik fortsetzen. „Joschka kam schon vor einigen Woche auf uns zu und hat uns gesagt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern würde. Wir als Klub können uns glücklich schätzen, ihn in unseren Reihen gehabt zu haben. Seine Professionalität und Bodenständigkeit tun jedem Klub gut. Wir haben gemeinsam große Erfolge gefeiert und der ganze Klub wünscht Joschka für seine sportliche und private Zukunft alles erdenklich Gute“, so Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele.
RASTAs Head Coach Christian Held machte am Freitag keinen Hehl daraus, dass Joschka Ferner dem Klub fehlen werde: „Joschka hat hier auf und abseits des Feldes unglaubliche Verdienste. Seine Saison war leider sehr von Verletzungen geprägt. Trotzdem hat er sich immer zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Von daher sind wir unglaublich dankbar für alles, was er in dieser Saison und überhaupt geleistet. Wir werden ihn sehr vermissen.“
Joschka Ferner im Kurzportrait
Geburtstag: 5. Januar 1996
Nation: Deutschland
Heimatstadt: Aalen (Baden-Württemberg)
Größe: 2.03 Meter
Gewicht: 92 Kilogramm
Position: Forward
BBL-Spiele: 209
Europapokalspiele: 48
BBL-Pokalspiele: 8
ProA-Spiele: 133
ProB-Spiele: 60
Junioren-Länderspiele bei Europameisterschaften (U16 bis U20): 40
easyCredit BBL-Stats 2025-26: 25 Spiele | 13:56 Min.| 3.0 Pkt.| 30.2 % 3er | 1.0 Reb. | 2.3 Ef.
Stationen: RASTA Vechta (2021 bis 2026), Science City Jena (2019 bis 2021), HAKRO Merlins Crailsheim (2018/19), ratiopharm ulm (2013 bis 2018), Giants Nördlingen (2011 bis 2013).
Galerie














