ERHOBENEN HAUPTES: RASTA RAUS GEGEN ALBA!

Alle Fotos: Christian Becker

(27.5.2026) RASTA Vechtas erfolgreiche Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga endet am Mittwochabend in der mit fast 9.000 Fans, darunter rund 60 Vechtaer, gefüllten Uber Arena. Im über den Halbfinaleinzug entscheidenden Spiel 5 des Playoff-Viertelfinales bei ALBA BERLIN unterliegt das Team von Head Coach Christian Held dem jeweils elfmaligen Deutschen Meister und BBL Pokal-Sieger mit 89:98 (40:50).

In Kürze

Der Underdog aus dem Oldenburger Münsterland liefert dem Hauptrundenzweiten erneut einen großen Kampf. In der 2. Halbzeit macht das Held-Team zwölf Punkte in Serie, verkürzt auf 70:74 (31. Minute). RASTA holt mehr Rebounds als der Titelkandidat (40:33), trifft aber erstmals in dieser Serie die Dreier nicht so konstant gut (8/27). Im fünften Spiel gegen ALBA binnen elf Tagen hat am Ende wieder der Favorit das Sagen und holt den für den Einzug ins Halbfinale gegen die BMA365 Bamberg Baskets nötigen dritten Sieg. RASTAs beste Scorer im 51. Saisonpflichtspiel sind Alonzo Verge und TJ Bamba mit jeweils 19 Punkten. Einen mehr macht Berlins Jack Kayil, der 2023-24 in RASTAs Nachwuchsprogramm weiterentwickelt wurde. Vechtas Profis verabschieden sich nun, nach seit März 13 Siegen und den zum zweiten Mal in drei Jahren erreichten Playoffs in die Sommerpause. Am Wochenende wird es gemeinsam mit den Fans noch eine Abschlussfeier geben, Infos zum genauen Termin folgen so schnell wie möglich.

Stimmen zum Spiel

Christian Held (Head Coach Vechta): „Glückwunsch an ALBA BERLIN! Berlin hat heute einen sehr guten Job gemacht und zurecht gewonnen. Sie waren heute diesen einen Tick schneller, haben für alles, was wir gemacht haben, eine Lösung gefunden. Hut ab dafür, das haben sie gut gemacht. Wir haben das heute so leider nicht hinbekommen. Zwar haben wir immer versucht, das Spiel noch zu drehen, haben es aber leider nicht geschafft, mal in Führung zu gehen. Nichtsdestotrotz können wir stolz auf das sein, was wir über die ganze Saison geleistet haben, dass wir im März die Wende geschafft haben und den Hauptrundenzweiten in ein Spiel 5 gezwungen haben. Auf dieser Entwicklung können wir aufbauen. Und wir können auch stolz darauf sein, dass wir immer gekämpft haben, immer alles versucht haben, in Spiele zurückzukommen.“

Gerrit Kersten-Thiele (Sportdirektor Vechta): „Die Entwicklung der Mannschaft in den letzten drei Monaten war sehr gut. Deshalb hatte sie sich eine so intensive und tolle Serie gegen ALBA BERLIN mit einem Spiel 5 auch verdient. Dass es heute nicht zum Halbfinaleinzug gereicht hat, macht uns für den Moment natürlich traurig. Die Mannschaft, alle im Klub, hätten im Juni gerne weiter Playoff-Basketball im RASTA Dome gespielt. Aber diese Enttäuschung darf sich schnell in Freude über das Erreichte wandeln. Unser Saisonziel waren die Play-Ins, das konnten wir mit einem tollen Endspurt nicht nur erreichen, sondern sogar übertreffen. In Gänze war die Saison, mit all den Verletzten im Kader, sehr herausfordernd. Umso schöner ist es, dass der Coaching Staff und die Mannschaft bei sich geblieben sind und damit den verdienten Erfolg hatte. Wir werden diese Spielzeit jetzt noch einmal eingehend aufarbeiten, Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren und mit großer Freude in die weitere Vorbereitung der neuen Saison gehen.“

Stefan Niemeyer (Klubchef Vechta): „Wir können mit Stolz auf eine für uns sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Trainer, der Staff und die Spieler haben nach einem tollen Saisonstart mit acht Siegen in den ersten neun Pflichtspielen viele Rückschläge erlebt. Was wir in diesem Jahr an Verletzungspech hatten, war außergewöhnlich. Gerade deshalb kam diese Saison einer Achterbahnfahrt gleich. Dann auch dank erfolgreicher Nachverpflichtungen die Kurve bekommen zu haben und unser Saisonziel erreicht zu haben, ist eine sehr gute Leistung aller Beteiligten. Seit März wurden 13 Spiele gewonnen, die Atmosphäre im RASTA Dome war gigantisch gut, es wurde eine neue Euphorie entfacht und wir sind seit 20 Spielen in Liga und Pokal ausverkauft, haben über die Saison eine Auslastung von fast 100 %. Ich kann unseren Fans und Sponsoren nur ein ganz großes ‚Danke‘ sagen, dafür, dass sie in einer Saison mit Höhen und Tiefen in den schwierigen Zeiten zu uns gestanden haben und wir so gemeinsam nicht nur unser Saisonziel, die Play-Ins, sondern mit einem Spiel 5 im Viertelfinale gegen ALBA BERLIN ja noch viel mehr erreicht haben. Jetzt freuen wir uns auf einen gemeinsamen Saisonabschluss am RASTA Dome am Freitag.“

Pedro Calles (Head Coach Berlin): „Wir wussten vor der Serie bereits, dass das Duell mit Vechta sehr schwer werden würde, immerhin kam RASTA als eines der heißesten Teams der Liga in die Playoffs. In dieser Serie gab es immer wieder Rückschläge für uns. Aber wir haben uns nicht von der ersten Niederlage verunsichern lassen und im vierten und fünften Spiel zwei Matchbälle von Vechta abgewehrt. Ich liebe mein Team! Wie diese Mannschaft zusammenhält und wie viel Energie sie auch heute wieder auf das Parkett gebracht hat, ist außergewöhnlich. Gegen ein so vielseitiges Team wie Vechta zu bestehen, ist alles andere als selbstverständlich.“

Fakten

Feldwürfe: RASTA 44 % (31/70) - Berlin 52 % (33/63)
Zweier: RASTA 53 % (23/43) - Berlin 63 % (25/40)
Dreier: RASTA 30 % (8/27) - Berlin 35 % (8/23)
Freiwürfe: RASTA 76 % (19/25) - Berlin 83 % (24/29)
Rebounds: RASTA 40 (15 off.) - Berlin 33 (7 off.)
Assists: RASTA 14 - Berlin 24
Ballverluste: RASTA 10 - Berlin 12
Steals: RASTA 3 - Berlin 7
Blocks: RASTA 3 - Berlin 2
Fouls: RASTA 23 - Berlin 22
Points In The Paint: RASTA 38 - Berlin 42
2nd Chance Points: RASTA 15 - Berlin 7
Fast Break Points: RASTA 11 - Berlin 20
Höchste Führung: RASTA 1 (7:6) - Berlin 16 (74:58)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 12 (70:74) - Berlin 7 (15:9)
Führungswechsel: 4
Gleichstand: 1

1. Viertel

Nach exakt zwei Minuten trifft RASTA den ersten Dreier der Partie, Tevin Brown schafft so den 5:6-Anschluss (2.). Die Gäste gehen sogar in Führung, kassieren dann zwei Freiwürfe von Jonas Mattisseck zum erneuten Rückstand - 9:10 (4.). Bitter für RASTA: Nach knapp fünf Minuten kassiert Tibor Pleiß schon sein zweites Foul, muss eine Pause einlegen. Kurz darauf trifft ALBA erstmals von Downtown, Jack Kayil stellt auf 15:9 (6.). RASTA lässt sich aber nicht abschütteln, beide Teams scoren konstant. Luc van Slooten trifft in der 9. Minute zweimal vom Charity Stripe, verkürzt auf 19:21. Probleme bereitet den Gästen aber Ex-RASTAner Kayil, der - von der Bank gekommen - neun Punkte macht, auch den 25:19-Pausenstand (10.).

2. Viertel

Gleich zu Beginn muss RASTA den bis dato höchsten Rückstand der Partie hinnehmen, Sam Griesel trifft zum Berliner 27:19 (11.). Schnell halbiert Vechta das Defizit, muss dann aber einem Dreier von Michael Rataj zum 23:32 (13.) hinterherschauen und es gibt auch noch das 23:34 (14.) durch Justin Bean - Auszeit RASTA. Christian Helds Team lässt sich in er Defense zu oft einfach schlagen. So stellt Martin Hermannsson auf 40:27 (15.) und 71 Sekunden nach der letzten Auszeit gibt es die zweite. Für RASTA ist weiter Alonzo Verge der Mann der Stunde. Der Guard macht RASTAs Punkte 28 bis 35, steht in Minute 16 (35:42) bei 16 Zählern. Zur Halbzeitpause gehen 17 der 40 Vechtaer Punkte auf das Konto des Guards, während ALBA schon bei 50 Zählern steht.

3. Viertel

Bumm-Bumm-RASTA! Zwei Dreier binnen einer Minute von TJ Bamba und Tevin Brown bedeuten das 46:53 (22.). Aber Berlin trifft auch schnell drei Dreier und kommt immer wieder zweistellig weg. Hermannsson etwa trifft dreimal von der Freiwurflinie, stellt auf 61:50 (24.). Hier wird jetzt ordentlich draufgelötet, ALBA macht Mitte des 3. Viertels das 65:54 - Auszeit RASTA (26.). Defense ist gefragt: Tibor Pleiß liefert einen Block gegen Moses Wood (27.) ab. Doch ein And-One von J'wan Roberts lässt RASTAs Rückstand auf 14 Punkte (58:72, 28.) anwachsen. Entschieden ist hier aber noch gar nichts, weil Malik Parsons einen Dreier trifft, das 63:74 (29.). RASTA holt im 3. Viertel 15:8 Rebounds, glaubt an das Comeback.

4. Viertel

Und schon sind es nur noch vier Punkte Rückstand: Philipp Herkenhoff trifft von Downtown zum 70:74 (31.)! Riesiger Jubel in Block 218, dem Gästeblock. RASTA ist voll drin im Comeback-Modus, hat die Chancen, auf drei, zwei oder gar nur einen Punkt Differenz zu verkürzen. Das misslingt leider, ALBA kontert, indem Norris Agbakoko seinen x-ten freien Dunk bekommt, zum 78:70 - Auszeit Vechta (34.). Während RASTA auch Pech im Ablschuss hat, ist der Favorit wieder voll da. Jack Kayil klaut den Ball, stopft ein zum 84:73 (36.). 2:16 Minuten vor dem Ende muss RASTA dann einen schmerzhaften Threeball von Justin Bean zum 76:87 (38.) einstecken - einer Vorentscheidung gleichkommend, weil ALBA nicht mehr wackelt.

Ausblick

Am kommenden Wochenende wird RASTAs Saisonabschlussfeier gemeinsam mit den Fans stattfinden. Zeit für kalte Getränke und tolles Essen von n&m Genuss, für Klönschnack, Autogramme und Selfies mit den Profis wird dann reichlich sein. Zusammen kann dann auf eine Saison mit Höhen und Tiefen und einem bundesweit beachteten Höhenflug im Frühling, über fast drei Monate, zurückgeschaut werden. An der Pariser Straße kehrt dann aber nur scheinbar Ruhe ein. Denn am 13. und 14. Juni kämpft RASTA dann doch noch um die Deutsche Meisterschaft. Denn Vechtas Ü40 um Dirk Mädrich ist Gastgeber der Endrunde, es kommt u.a. der FC Bayern München mit Steffen Hamann und Jan Jagla. Gespielt wird im RASTA Dome und im RASTA Gym. Zwei Wochen später stehen dann Talente im Fokus, wenn der ALTE OLDENBURGER-Cup für ambitionierte U14-Teams ausgetragen wird.

easyCredit BBL - Playoffs 2026 - Viertelfinale - Spiel 5 - 27. Mai 2026 - 18:30 Uhr - Uber Arena

ALBA BERLIN - RASTA Vechta 98:89 (25:19 / 25:21 / 24:25 / 24:24)

BER: Alex O’Connell (2 Punkte), Sam Griesel (5), Malte Delow (3), Jack Kayil (20), Jonas Mattisseck (4/2 Steals), Moses Wood (2), J’wan Roberts (7/2 Blocks), Martin Hermannsson (19/10 Assists), Norris Agbakoko (8), Michael Rataj (13), Bennet Hundt (DNP) und Justin Bean (15/7 Rebounds)

VEC: Malik Parsons (5 Punkte), TJ Bamba (19), Luc van Slooten (2), Joschka Ferner, Tevin Brown (16), Alonzo Verge JR (19/5 Assists), Tommy Kuhse (6), Philipp Herkenhoff (9/7 Rebounds), Linus Trettin (2), Lars Thiemann, Tibor Pleiß (8) und Lloyd Pandi (3)

Zuschauer: 8.867

Re-Stream: https://www.dyn.sport/event/ALBA_BERLIN___RASTA_Vechta__Playoffs__Viertelfinale_Spiel_5_102162

RASTAs Spiele des Viertelfinales im Überblick

Spiel 1 - 17. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta 89:103
Spiel 2 - 19. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta 90:85
Spiel 3 - 22. Mai - 18:30 Uhr: RASTA Vechta vs. ALBA BERLIN 91:82
Spiel 4 - 24. Mai - 18:30 Uhr: RASTA Vechta vs. ALBA BERLIN 79:85
Spiel 5 - 27. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta 98:89

easyCredit BBL - Playoffs 2026 - Viertelfinale - Best of five

FC Bayern München (1) - VET-CONCEPT Gladiators Trier (8) 3:0
(101:80 | 92:65 | 99:62 | 25.5. | 27.5.)


Telekom Baskets Bonn (4) - Fitness First Würzburg Baskets (5) 2:2
(54:69 | 88:81 | 80:76 | 70:82 | 27.5.)


ALBA BERLIN (2) - RASTA Vechta (7) 3:2
(89:103 | 90:85 | 82:91 | 85:79 | 98:89)


BMA365 Bamberg Baskets (3) - ratiopharm ulm (6) 3:0
(80:74 | 90:87 | 96:87)

RASTA Vechta - 2025/2026 - Der Kader

Spieler: TJ Bamba (Guard/Forward, 25, USA), Tevin Brown (Guard/Forward, 27, USA), Booker Coplin (Guard, 28, USA), Dominik Dolic (Guard, 19, HRV/D), Joschka Ferner (Forward, 30, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 26, D), Roy Krupnikas (Guard, 19, D), Tommy Kuhse (Guard, 28, USA), Fynn Lastring (Center, 18, D), Elijah Ndi (Forward, 21, D), Malik Parsons (Guard, 26, USA), Lloyd Pandi (Guard, 26, CAN), Tibor Pleiß (Center, 36, D), Linus Ruf (Center, 20, D), Luc van Slooten (Forward, 23, D), Lars Thiemann (Center, 26, D), Linus Trettin (Forward, 21, D), Alonzo Verge (Guard, 27, USA). Head Coach: Christian Held (37, D). Assistant Coaches: Miguel Zapata (45, ESP) und Marius Graf (34, D).

Livestream

Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen College-Liga NCAA und der ING 3x3 Tour. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.

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