FARMTEAM: WENIGE REBOUNDS, WENIGE DREIER, WENIG FOKUS!

(5.10.2026) Am 3. Spieltag der 1. Regionalliga verpasste RASTA Vechta II jetzt den dritten Sieg. Bei den Berlin Dreams des DBV Charlottenburg unterlagen die Niedersachsen am Samstag mit 80:82 (33:40). Die erste Niederlage war erst in den letzten Sekunden besiegelt, als die Gastgeber in Führung gingen und RASTA II im letzten Angriff des Spiels nicht mehr kontern konnte. Bei den Vechtaern war Michal Kozak mit 19 Punkten und acht Rebounds bester Spieler.

In Kürze

Am Tag der Deutschen Einheit hielt RASTA II die Partie trotz des frühen Aufstehens und der langen Anreise zunächst offen. Noch im 1. Viertel aber lag das Team von Head Coach Lennart Stechmann erstmals zweistellig zurück (14:24). Nach dem Seitenwechsel hatten die Vechtaer ihre bis dahin beste Phase, verkürzten auf 44:48. Von einem erneut zweistelligen Defizit Mitte des 4. Viertels (64:74) ließen sich die jungen RASTAner nicht entmutigen, glichen in letzter Minute durch einen Freiwurf von Epke Kruthaup aus. Das letztlich glücklichere Ende aber hatten die Berlin Dreams, weil der im Schlussabschnitt aufdrehende Leo Hollen Sekunden vor dem Ende auf 82:80 stellte. RASTA II hatte das Rebound-Duell mit 27:43 verloren, die Dreier kaum getroffen (4/26), so dass es in der Sömmeringhalle schlussendlich keine Pluspunkte für die Tabelle zu holen gab.

Stimme zum Spiel

Lennart Stechmann (Head Coach Vechta II): „Das war eine sehr ärgerliche Niederlage. Wir haben gegen ein sehr solides, sehr physisches Team verloren. Wir haben es nicht geschafft, über 40 Minuten den Fokus zu halten. Es gab immer mindestens ein bis zwei Spieler auf dem Feld, die nicht voll da waren. In den wenigen Phasen, in denen ich ein Line-up gefunden hatte, wo alle Fünf voll da waren, sah es extrem gut aus. So hat es in der 2. Halbzeit teilweise sehr gut funktioniert. Am Ende waren es aber doch wieder individuelle Fehler, durch die wir den Gegner haben ins Spiel kommen lassen, obwohl wir uns das Momentum mit viel Mühe zurückgeholt hatten.“ 

Fakten

Feldwürfe: RASTA 46 % (30/66) - Dreams 51 % (31/61)

Zweier: RASTA 65 % (26/40) - Dreams 64 % (25/39)

Dreier: RASTA 15 % (4/26) - Dreams 27 % (6/22)

Freiwürfe: RASTA 84 % (16/19) - Dreams 67 % (14/21)

Rebounds: RASTA 27 (11 off.) - Dreams 43 (16 off.)

Assists: RASTA 11 - Dreams 18

Ballverluste: RASTA 10 - Dreams 15

Steals: RASTA 8 - Dreams 7

Blocks: RASTA 6 - Dreams 1

Fouls: RASTA 22 - Dreams 17

Points after Turnovers: RASTA 10 - Dreams 11

Points In The Paint: RASTA 52 - Dreams 50

2nd Chance Points: RASTA 8 - Dreams 8

Fastbreak Points: RASTA 12 - Dreams 9

Points from the Bench: RASTA 34 - Dreams 25

Höchste Führung: RASTA 3 (5:2) - Dreams 13 (71:58)

Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 7 (31:34) - Dreams 10 (24:14)

Führungswechsel: 2

Gleichstand: 6

Zeit in Führung: RASTA 02:07 - Dreams 36:16

1. Viertel

RASTA II startete mit Epke Kruthaup (18), Djairo Bernardina (19), Moritz Grüß (18) und Jona Sellenriek (18) gewohnt jung plus Michal Kozak (28) in die Partie. Nach einem Dreier von Moritz Grüß zum 12:12 und zwei Kruthaup-Freiwürfen zum 14:14 (beides 6. Minute) kassierten die Vechtaer einen Negativlauf, zehn Punkte zum ersten zweistelligen Rückstand - 14:24 (8.). Mit vier Punkten in Serie von Louis Sutor kam man aber noch gut in die Pause, trotz schon sechs zugelassener Offensiv-Rebounds.

2. Viertel

Berlin Dreams hatte definitiv die Kontrolle übernommen. Als RASTA II durch Punkte von Eti Ehioghae, Jonas Langermann und einen Krzthaup-Dreier auf 31:34 (17.) zeigten die Herausforderer aber einmal mehr Kampf und Klasse. Dass sie auch im 2. Viertel eher schlecht als recht ihre Dreier trafen (2/11 in der 1. Halbzeit) und die klare Unterlegenheit beim Rebound (10:25) waren aber Gründe genug für einen Sieben-Punkte-Rückstand zur großen Pause - 33:40.

3. Viertel

Das Stechmann-Team versuchte alles, um dem Ausgleich näher zu kommen. Jedoch hatte Berlin immer wieder gute Antworten auf dieses Aufbäumen. Im 3. Viertel trafen die Dreams gleich vier Dreier: zum 45:37, zum 48:42, zum 57:46 und zum 60:50. Zwar machten die Vechtaer im 3. Viertel starke 25 Punkte - acht davon gingen aufs Konto von Jonas Langermann -, doch kassierten sie auch 26. nach 30 Minuten hatten sie schon 14 Offensiv-Rebounds zugelassen, insgesamt stand man bei den Boards bei nun 17:35. Und: Wieder hatte nur einer von sechs Dreiern sein Ziel gefunden.

4. Viertel

Schnelle fünf Punkte von Leo Hollen zum 71:58 (31.) und dessen nächste Zähler zum 74:64 (35.) hätten auf eine Vorentscheidung deuten können. Doch Michal Kozak brachte seine jungen Mitstreiter wieder auf Kurs, machte beim 11:1-Lauf zum 75:75-Ausgleich (38.) sieben Punkte. Berlin Dreams legte nun noch zweimal vor, jeweils glich Epke Kruthaup an der Freiwurflinie aus. Geschlagen wurden die Vechtaer dann aber doch, unterm Korb, von Leo Hollen zum 80:82. Im Schlussabschnitt hatte RASTA II beim Rebound-Duell besser ausgesehen als zuvor, aber von neun Dreiern nur einen getroffen. 

Ausblick

Für RASTAs Farmteam geht es in der 4. Liga am Samstag (10.10., 20 Uhr) mit einem Derby weiter. Im RASTA Gym kommt es zum Duell mit dem Oldenburger TB. Genau wie die Vechtaer gewannen die Huntestädter bisher zwei ihrer drei Spiele. Mit Tim Insinger läuft beim OTB ein langjähriger RASTAner auf. Der Center kam in dieser Saison bisher auf 8.7 Punkte, 5.7 Rebounds in 21:38 Minuten. Tip-Off im RASTA Gym an der Pariser Straße ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Angesichts des parallel stattfindenden easyCredit Basketball Bundesliga-Spiels im RASTA Dome zwischen RASTA Vechta und ratiopharm ulm ist allen mit dem Auto Anreisenden zu empfehlen, den Parkplatz am famila-Einkaufszentrum (Falkenrotter Str. 161, 49377 Vechta) zu nutzen.

1. Regionalliga Nord - Saison 2026/27 - 3. Spieltag - Samstag, 3.10.2026 - 14 Uhr

Berlin Dreams - RASTA Vechta II 82:80 (24:18 / 16:15 / 26:25 / 16:22)

BER: Timo Doerwald (DNP), Ben Lenhardt (20 Punkte), Caylen Johnson (4/3 Steals), Oskar Sandmann (DNP), Archipe Ngangu (DNP), Kaan Karabacak, N.N., Aleksandar Dimitrijevic (10/9 Rebounds), Leo Hollen (21), Mykhailo Raspopov (6), Phillip Daubner (10) und Tidiane Ly (11/5 Assists).

VEC: Michal Kozak (19 Punkte/8 Rebounds/2 Steals), Epke Kruthaup (15/4 Assists), Jonas Langermann (14/2 Steals), Djairo Bernardina (5), Moritz Grüß (7/2 Steals), Louis Sutor (8), Jordan Duranona-Mola (6),  Teo Manoilov (2), Eti Ehioghae (4/2 Blocks), Isayah Juillerat (DNP) und Jona Sellenriek (2/2 Blocks).

Zuschauer: k.A.

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