HALBFINALE GEBUCHT: RASTA GEWINNT DERBY, FÄHRT ZUM TOP4!

Foto: RASTA Vechta
(26.4.2026) RASTA Vechtas U19 hat das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft in der Nachwuchs Basketball Bundesliga erreicht. Am Sonntag gewannen die Schützlinge von Head Coach Harm-Ubbo Horst auch Spiel 2 des Playoff-Viertelfinales gegen die Baskets Juniors Oldenburg - dieses Mal mit 78:57 (40:27). Es war nach dem 79:63-Auswärtssieg in Spiel 1 der zweite souveräne Erfolg über die Huntestädter. RASTA trifft im Halbfinale des RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in Berlin am 17. Mai entweder auf den FC Bayern München oder ratiopharm ulm. Es ist die schon sechste NBBL TOP4-Teilnahme eines Vechtaer Teams seit der Saison 2016-17, den bisher einzigen Titel holte man 2024.
In Kürze
Rund 300 Zuschauer füllten das RASTA Gym in Vechta und sahen einen Gastgeber, der im 2. Viertel mit einem 9:0-Lauf zum 40:25 die Weichen auf Sieg stellte. Oldenburg hatte immense Probleme beim Scoring, traf nur 27 % der Würfe aus dem Feld. Und weil sogar nur 14 % der Dreier fielen, war den Gästen eine Aufholjagd quasi unmöglich. Zudem erzwangen die RASTAner 29 Ballverluste der Oldenburger, das mit 35:47 verlorene Rebound-Duell war somit zu verschmerzen. Peja Strobl wurde mit 16 Punkten in gut 17 Spielminuten Vechtas Top-Scorer, gefolgt von Moritz Grüß (15) und Epke Kruthaup (14). Drei weitere Talente im Horst-Team kamen auf acht oder mehr Zähler, wobei Fynn Lastring mit je neun Punkten und Rebounds nur knapp ein Double-Double verpasste.
Stimme zum Spiel
Harm-Ubbo Horst (Head Coach Vechta): „Nach den zwei Niederlagen gegen Oldenburg in der Hauptrunde, hatten wir vor Spiel eins schon extrem viel Respekt, weil wir nicht so genau wussten, was kommt. Jetzt war klar, dass uns Fynn Lastring für die Spiele zur Verfügung steht. Aber was für eine Dynamik das dann angenommen hat, war unvorhersehbar. Jetzt sind wir natürlich super stolz auf das Erreichte. Das war heute ein echt toughes Spiel, sehr lang, mit nur sehr wenig Momentum auf beiden Seiten. Es wurde sehr kleinlich gepfiffen, was aber auch okay ist. Wir müssen uns dann an diese Linie anpassen, sind aber früh in Foul-Trouble gekommen. Anfang des 2. Viertels hatten wir dann eine kleinen Negativ-Lauf, aus dem haben wir uns dann echt super gelöst. Jetzt freuen wir uns auf Berlin, wobei wir es kaum erwarten können. Ich denke, dass ein Halbfinale gegen Ulm eine besondere Brisanz hätte, weil dann zwei sehr gute Nachwuchsstandorte aufeinandertreffen würden. Ich denke auch, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Ulm sich gegen die Bayern durchsetzt. Die Ulmer haben eine sehr gute Saison gespielt, auch in der ProB, wo das NBBL-Team ja nahezu geschlossen im Kader ist. Ich würde mich über so ein Halbfinale freuen, um dann zu gucken, wer diese Saison das bessere Team ist.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 39 % (22/57) - Oldenburg 27 % (15/55)
Zweier: RASTA 44 % (14/32) - Oldenburg 35 % (12/34)
Dreier: RASTA 32 % (8/25) - Oldenburg 14 % (3/21)
Freiwürfe: RASTA 79 % (26/33) - Oldenburg 71 % (24/34)
Rebounds: RASTA 35 (5 off.) - Oldenburg 47 (13 off.)
Assists: RASTA 12 - Oldenburg 5
Ballverluste: RASTA 19 - Oldenburg 29
Steals: RASTA 11 - Oldenburg 9
Blocks: RASTA 6 - Oldenburg 1
Fouls: RASTA 29 - Oldenburg 34
Points In The Paint: RASTA 26 - Oldenburg 22
2nd Chance Points: RASTA 8 - Oldenburg 9
Fast Break Points: RASTA 2 - Oldenburg 2
Höchste Führung: RASTA 22 (66:44) - Oldenburg 2 (20:18)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 9 (40:25) - Oldenburg 7 (20:18)
Führungswechsel: 2
Gleichstand: 4
1. Viertel
Fynn Lastring eröffnete mit Ablauf der Shot-Clock das Scoring (2:0, 2.). Der Center bediente dann Tristan Gutersohn für den ersten Dreier der Partie, RASTA führte in der 4. Minute mit 7:2. Oldenburg hatte große Probleme damit, Punkte aufs Scoreboard zu bekommen. Peja Strobl brachte die Gastgeber dann mit einem starken Drive mit 13:7 nach vorne, knapp sieben Minuten waren gespielt. Und Strobl erhöhte per Corner-Three gleich noch auf 16:7 (8.). Zwei Blocks in Serie von Epke Kruthaup und Eti Ehioghae waren weitere Vechtaer Highlights. Dann aber sorgte Finn Stühlmeyer für die ersten Oldenburger Aha-Momente, stopfte zweimal in Serie, verkürzte auf 12:17 (10.).
2. Viertel
Die Oldenburger waren nach zehn Ballverlusten im 1. Viertel nun drin in der Partie, inklusive Traumstart ins zweite. Als Stühlmeyer mit dem 20:18 die erste Oldenburger Führung herstellte, nahm Harm-Ubbo Horst eine Auszeit (13.). Damit war der Lauf der Gäste auch schon gestoppt, RASTA holte sich die Führung zurück und stellte durch einen spektakulären Strobl-Dreier auf 30:24 (16.). Ein Block von Ehioghae gegen Noah Wendland war in Minute 18 das nächste Vechtaer Ausrufezeichen. Und als der 18-jährige Ire dann zum ersten Mal für eine zweistellige Vechtaer Führung (35:25, 19.) sorgte, ging Oldenburg in eine Auszeit. Dann traf auch noch Epke Kruthaup per Dreier zum 38:25 (20.) - im RASTA Gym brodelte es.
3. Viertel
Oldenburg traf nach acht Fehlversuchen in Halbzeit eins nun erstmals einen Dreier, doch RASTA verteidigte den zweistelligen Vorsprung. Die Gäste waren schon nach gut vier Minuten in Teamfouls, so dass Epke Kruthaup vom Charity-Stripe ungehindert auf 45:32 (25.) stellen konnte. Und als dann Peja Strobl mit seinem dritten Dreier das 48:32 besorgte, Fynn Lastring von Downtown auf 51:32 (beides 16.) erhöhte, gab’s kein Halten mehr auf den Sitzen. Oldenburg reagierte mit einer Auszeit, doch auch danach fielen deren Dreier nicht, aufzuholen war so praktisch unmöglich. Moritz Grüß traf aber von jenseits der 6.75 Meter, konnte RASTAs Vorsprung auf 18 Punkte (56:38, 30.) ausbauen.
4. Viertel
In Minute 32 netzte Grüß RASTAs schon achten Threeball ein, zum 63:42. Michel Schillmöller ließ ein And-One zum 66:44 (32.) folgen, Vechtas Weg zum zweiten Derby-Sieg war endgültig geebnet. Ein Aufbäumen der Gäste stoppten die Vechtaer früh, Epke Kruthaup legte den Gästen das 68:51 (35.) rein. Den Vechtaer Siegeszug setzte Louis Sutor mit einem And-One zum 71:52 (37.) fort. Die letzten drei Minuten konnte das Horst-Team in Gewissheit des sicheren Sieges abarbeiten, ließ dabei keinen Millimeter nach, blieb in der Defense weiterhin sehr stabil. Jetzt machte auch noch der erstmals eingewechselte Emilian Spreckelmeyer, 16 Jahre jung, Punkte, stellte auf 77:57 (39.). In der Schlussminute im RASTA Gym gab es Standing Ovations für das Team von Harm-Ubbo Horst, dass diese Derby-Serie klar hatte für sich entscheiden können.
Ausblick
RASTA hat nun drei Wochen Zeit, um sich auf das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in der Sömmeringhalle in Berlin vorzubereiten. Das Horst-Team war am Sonntag das erste, das die Teilnahme fix machte. Denn in der Nord-Staffel gab es eine große Überraschung: Paderborn schlug ALBA BERLIN, glich die Serie aus. Und im Süden finden die zweiten Spiele erst am Dienstag statt. Dort hatte Frankfurt gegen Jena vorgelegt, ebenso Ulm gegen den FC Bayern München. Der Sieger des letztgenannten Viertelfinales ist am 17. Mai um 16:30 Uhr oder um 19 Uhr Gegner von RASTA Vechta. Das Finale steigt einen Tag später, am 18. Mai, um 16 Uhr. Der Ticketverkauf für das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 ist bereits gestartet. Eintrittskarten sind im Online-Shop unter https://www.ticket-onlineshop.com/ols/top4/de/jugend-top4 erhältlich. Kinder unter 6 Jahren erhalten freien Eintritt.
NBBL (U19) - Saison 2025/26 - Playoffs - Nord - Viertelfinale - Spiel 2 - 26.4.2026 - 16 Uhr
RASTA Academy - Baskets Juniors Oldenburg 78:57 (18:13 / 22:14 / 18:15 / 20:15)
VEC: Michel Schillmöller (8 Punkte), Epke Kruthaup (14/5 Assists/3 Steals), Alan Chojnacki, Eti Ehioghae (2/2 Blocks), Peja Strobl (16), Malik Herges, Emilian Spreckelmeyer, Moritz Grüß (15/3 Steals), Louis Behrendt (DNP), Louis Sutor (9), Tristan Gutersohn (3) und Fynn Lastring (9/9 Rebounds).
OL: Jonas Bendixen (2 Punkte), Nai-Yahrell Leeuwin, Johnell Nyalwal Katatumba (17/2 Assists), Luca Mevius (6), Matti Oldiges (3), Mathis Wickmann, Ari von Wiegen (2/3 Steals), Finn Stühlmeyer (10/13 Rebounds), Bilal Fye (2), Bjarne Wendland, Noah Wendland (4) und Nemanja Prodanic (11).
Zuschauer: 300 im RASTA Gym in Vechta
RASTA Academy - U19 - Saison 2025-26 - Kader
Spieler: Philip Grothe (SG, 2010), Djairo Bernardina (SG, 2007), Jonas Langermann (PG, 2009), Epke Kruthaup (PG, 2008), Michel Schillmöller (PG, 2007), Leon Herges (PG, 2009), Peja Strobl (SG, 2007), Moritz Grüß (SG, 2008), Tristan Gutersohn (SG, 2009), Louis Behrendt (SG, 2009), Louis Sutor (SF, 2008), Malik Herges (SF, 2009), Alan Chojnacki (SF, 2010), Alen Blakaj (SF, 2007), Emilian Spreckelmeyer (C, 2009), Teo Manoilov (C, 2011) und Eti Ehioghae (C, 2009). Head Coach: Harm Ubbo Horst (1998). Assistant Coach: Christoph Gruhn (1986).
NBBL (U19) - 2025/2026 - Playoffs - Nord - Viertelfinale - Best of three
ALBA Berlin - Paderborn Baskets 1:1 (77:61 / 62:74 / 3.5.)
Baskets Juniors Oldenburg - RASTA Academy 0:2 (63:79 / 78:57)
NBBL (U19) - 2025/2026 - Playoffs - Süd - Viertelfinale - Best of three
Eintracht Frankfurt/SKYLINERS - Science City Jena 1:0 (71:60 / 28.4. / 3.5.)
FC Bayern München - ratiopharm ulm 0:1 (80:95 / 28.4. / 4.5.)
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