NACH GROSSEM KAMPF: RASTA MUSS AUSGLEICH HINNEHMEN!

Alle Fotos: Christian Becker
(24.5.2026) Am Pfingstsonntag sehen 3.140 Zuschauer, darunter rund 80 Fans aus Berlin, ein Playoff-Duell, das es in sich hat. RASTA Vechta unterliegt in Spiel 4 des Viertelfinales dem favorisierten ALBA BERLIN mit 79:85 (44:44). Damit steht es in der Best-of-five-Serie 2:2. Am Mittwoch (18:30 Uhr, live bei Dyn) kommt es in der Hauptstadt zum entscheidenden Spiel um den Einzug in das Halbfinale der easyCredit Basketball Bundesliga. Vor dem RASTA Dome wird es dann wieder ein kostenloses Public Viewing geben.
In Kürze
Im vierten Spiel gegen den elfmaligen Deutschen Meister und Hauptrundenzweiten binnen acht Tagen egalisiert RASTA zweimal einen zweistelligen Rückstand (18:28, 65:75). In der Crunchtime treffen die Vechtaer drei Dreier binnen nicht einmal einer Minute, gleichen durch Alonzo Verge aus zum 79:79 (39. Minute). Doch ALBA BERLIN hat dieses Mal das letzte Wort und verhindert so das frühe Ausscheiden. Christian Helds Team, grandios und in einer ohrenbetäubenden Lautstärke angefeuert von den Rängen, trifft zwar erneut sehr gut von Downtown (40 %), gibt aber 17 Offensiv-Rebounds ab. Zudem passen die Gäste erstmals in dieser Serie gut auf den Ball auf, haben nur elf Ballverluste. Top-Scorer der Partie ist ALBAs Martin Hermannsson mit 18 Zählern, während sein Teamkollege Justin Bean auf sieben Punkte und zehn Rebounds kommt. Auf Seiten RASTAs punktet Alonzo Verge am meisten (17) und verteilt fünf von insgesamt nur neun Vechtaer Assists.
Stimmen zum Spiel
Christian Held (Head Coach Vechta): „Zunächst einmal Glückwunsch an ALBA! Sie waren heute die bessere Mannschaft und haben deshalb verdient gewonnen. Ich bin aber auch sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns nie aufgeben, haben immer gekämpft und finden immer einen Weg, in solchen Spielen zurückzukommen. Dann schaffen wir auch den Ausgleich. Aber dann gehen ein, zwei Ballbesitze verloren. Jetzt werden wir alles tun, um uns gut zu erholen. Der Performance Staff macht einen hervorragenden Job. Wir werden am Mittwoch zu Spiel 5 bereit sein.“
Pedro Calles (Head Coach Berlin): „Als RASTA in der Schlussphase die Dreier getroffen hat, wollten wir keine Auszeit nehmen, um Vechta nicht noch mehr Momentum zu geben. Denn die Fans hier können dann noch einmal mehr geben. Und es ist definitiv Vertrauen in dieses Team. Auch unsere Fans haben uns heute großartig unterstützt. Danke an alle, die hier mit uns waren!“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 49 % (28/57) - Berlin 46 % (32/70)
Zweier: RASTA 56 % (18/32) - Berlin 64 % (23/36)
Dreier: RASTA 40 % (10/25) - Berlin 26 % (9/34)
Freiwürfe: RASTA 72 % (13/18) - Berlin 67 % (12/18)
Rebounds: RASTA 28 (7 off.) - Berlin 39 (17 off.)
Assists: RASTA 16 - Berlin 9
Ballverluste: RASTA 14 - Berlin 11
Steals: RASTA 6 - Berlin 5
Blocks: RASTA 3 - Berlin 3
Fouls: RASTA 19 - Berlin 23
Points In The Paint: RASTA 34 - Berlin 42
2nd Chance Points: RASTA 5 - Berlin 15
Fast Break Points: RASTA 10 - Berlin 6
Höchste Führung: RASTA 5 (9:4) - Berlin 10 (28:18)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 8 (73:75) - Berlin 10 (14:9)
Führungswechsel: 9
Gleichstand: 5
1. Viertel
RASTA gewinnt den Jump, Lloyd Pandi macht nach 18 Sekunden das 2:0. Die Gastgeber sind voll drin, Luc van Slooten trifft aus der Corner den ersten Dreier zum 9:4 (2.) - eine erste Explosion auf den Rängen inklusive. Hier gibt’s direkt viele rote Zahlen auf dem Scoreboard, nämlich Fouls. ALBA erobert sich eine Führung: Martin Hermannsson trifft einen offenen Dreier zum 11:9 und legt einen weiteren zum 14:9 (beides 5.) nach. Berlins Dreier fallen, jetzt auch einer mit Ablauf der Shotclock von Moses Wood zum 21:13 (7.). Die Gäste haben eine richtig gute Phase, gehen zweistellig nach vorne (28:18, 10.). Wie gut, dass TJ Bamba das letzte Wort im 1. Viertel hat: Steal, Sprint, Dunking - 21:28 (10.)., Pause. Reboundverhältnis aus Sicht RASTAs: 1:9.
2. Viertel
Das Held-Team ist wieder im Spiel, während weiter alle Hände beider Teams überall sind und Körper übers Parkett fliegen. Die erwartete Intensität ist auf beiden Seiten mehr als anwesend. Alonzo Verge verkürzt in Minute 23 mit Freiwürfen auf 29:30 - Auszeit ALBA. Verge bleibt im Scoring-Modus, hat aber auch ein gutes Auge. Er findet Lloyd Pandi, der artistisch den Ausgleich (33:33, 15.) besorgt. Zirkus? Kann auch Tommy Kuhse, lässt mit seinem 36:38 (17.) Münder offen stehen, legt per Dreier das 39:38 (17.) nach. Der RASTA Dome eskaliert längst, zumal jetzt Tevin Brown von Downtown das 42:41 (18.) erzielt. Dieses 2. Viertel nimmt nach zähem Beginn aber sowas von Fahrt auf! RASTA beim Rebound jetzt auf Augenhöhe (9:11 im 2. Viertel), beim Score sowieso. Es geht mit 44:44 in die Kabine.
3. Viertel
46 Sekunden gespielt, ALBAs Leader Martin Hermannsson kassiert sein drittes Foul. Und dann wird der Isländer aber sowas von abgeräumt, Monsterblock von Tibor Pleiß (21.)! Auch Verge wird jetzt angezählt, nämlich mit dem dritten Foul. Seine Antwort kommt offensiv, Verge geht irgendwie durch ALBAs Zone, zwischen vier Berlinern hindurch und legt den Baden-Ball rein zum 48:51 - und zum 50:53 (24.)! RASTA bleibt immer dran, Tommy Kuhse findet im Einwurf-Play Pleiß, der drückt sofort von jenseits der 6.75 Meter ab und stellt auf 53:54 (25.). Sogar die erneute Führung gelingt, Malik Parsons trifft den nächsten Dreier zum 58:56 (26.). ALBA kontert, macht bis zur Pause 9:2 Punkte zur 65:60-Führung. Die Berliner nun mit 14 Offensiv-Rebounds, dafür mit schwacher Freiwurfquote (6/12).
4. Viertel
Ein heftig guter Rebound von Tevin Brown, mit ganz viel Wille, bringt RASTAs Fans gleich wieder rein, ein Hustle-Play folgt auf das nächste. Wieder liegen viele Körper am Boden, ALBA schaltet am schnellsten und Jonas Mattisseck macht ein And-One zum 68:62 (32.). Und nun ist wieder Verge-Pleiß-Dreier-Zeit, der Center macht das 65:69 (33.). Im Gegenzug: Jonas Mattisseck, ALBAs Kapitän, foult ein fünftes Mal, muss vom Feld - Jubel auf den Rängen. Berlin bleibt erst einmal stabil, Norris Agbakoko wird unterm Korb gefunden, macht das 71:65 - Auszeit RASTA (35.). Die Gäste-Defense steht jetzt, wie in der Hauptrunde, es ist eine Berliner Mauer. Und vorne macht Agbakoko einen Alley-Oop-Dunk rein. ALBA führt gut drei Minuten vor dem Ende zweistellig (75:65, 38.). Hoffnung zurück bringt wieder Tibor Pleiß, der trifft von der Birne seinen dritten Threeball, nur noch 70:75 (38.). Und es kommt noch besser: Kuhse trifft einen Dreier, Bamba ebenso und auch Alonzo Verge - 79:79, drei Dreier binnen 50 Sekunden, die ganze Pariser Straße erbebt unter tosendem Jubel. Aber: ALBA BERLIN kontert, erst trifft Michael Rataj, dann klaut Hermannsson RASTA den Ball und sorgte acht Sekunden vor dem Ende mit seinem 83:79 für die Entscheidung in diesem atemraubenden Playoff-Fight.
Ausblick
Erstmals in der Klubgeschichte wird RASTA Vechta nun ein alles entscheidendes easyCredit BBL-Spiel 5 bestreiten. Weil ALBA in der Hauptrunde besser platziert war, findet das Spiel in der Hauptstadt, in der Uber Arena, statt. Dort hatte RASTA in Spiel 1 gezeigt, dass man ALBA auch auswärts schlagen kann. Tip-Off ist am Mittwoch (27.5.) um 18:30 Uhr, gefegt vom zweiten Spiel 5 der easyCredit Basketball Bundesliga. Um 20:30 Uhr empfangen die Telekom Baskets Bonn die Fitness First Würzburg Baskets. Für alle vier Teams gilt dann also: Halbfinale oder Sommerpause. Das Spiel von Christian Helds Team wird wieder auf einer 18 Quadratmeter großen Leinwand von n&m Genuss vor dem RASTA Dome gezeigt. Das Public Viewing ist kostenlos, Speisen und Getränke gibt es vor Ort zu kaufen.
easyCredit BBL - Playoffs 2026 - Viertelfinale - Spiel 4 - 24. Mai 2026 - 18:30 Uhr - RASTA Dome
RASTA Vechta - ALBA BERLIN 79:85 (21:28 / 23:16 / 16:21 / 19:20)
VEC: Malik Parsons (7 Punkte), TJ Bamba (11/2 Steals), Luc van Slooten (3), Joschka Ferner (DNP), Tevin Brown (6/7 Rebounds), Alonzo Verge JR (17/5 Assists/2 Steals), Tommy Kuhse (15), Philipp Herkenhoff (2 Blocks), Linus Trettin, Lars Thiemann, Tibor Pleiß (9), Booker Coplin (DNP) und Lloyd Pandi (11).
BER: Alex O’Connell (3 Punkte), Sam Griesel (4), Malte Delow (2), Jack Kayil (15/6 Assists), Jonas Mattisseck (5), Moses Wood (8), J’wan Roberts (2), Martin Hermannsson (18), Norris Agbakoko (10/2 Blocks), Michael Rataj (11), Bennet Hundt (DNP) und Justin Bean (7/10 Rebounds)
Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)
Re-Stream: https://www.dyn.sport/event/RASTA_Vechta___ALBA_BERLIN__Playoffs__Viertelfinale_Spiel_3_102120
RASTAs Spiele des Viertelfinales im Überblick
Spiel 1 - 17. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta 89:103
Spiel 2 - 19. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta 90:85
Spiel 3 - 22. Mai - 18:30 Uhr: RASTA Vechta vs. ALBA BERLIN 91:82
Spiel 4 - 24. Mai - 18:30 Uhr: RASTA Vechta vs. ALBA BERLIN 79:85
Spiel 5 - 27. Mai - 18:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. RASTA Vechta (Uber Arena)
easyCredit BBL - Playoffs 2026 - Viertelfinale - Best of five
FC Bayern München (1) - VET-CONCEPT Gladiators Trier (8) 3:0
(101:80 | 92:65 | 99:62)
Telekom Baskets Bonn (4) - Fitness First Würzburg Baskets (5) 2:2
(54:69 | 88:81 | 80:76 | 70:82 | 27.5.)
ALBA BERLIN (2) - RASTA Vechta (7) 2:2
(89:103 | 90:85 | 82:91 | 85:79 | 27.5.)
BMA365 Bamberg Baskets (3) - ratiopharm ulm (6) 3:0
(80:74 | 90:87 | 96:87)
RASTA Vechta - 2025/2026 - Der Kader
Spieler: TJ Bamba (Guard/Forward, 25, USA), Tevin Brown (Guard/Forward, 27, USA), Booker Coplin (Guard, 28, USA), Dominik Dolic (Guard, 19, HRV/D), Joschka Ferner (Forward, 30, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 26, D), Roy Krupnikas (Guard, 19, D), Tommy Kuhse (Guard, 28, USA), Fynn Lastring (Center, 18, D), Elijah Ndi (Forward, 21, D), Malik Parsons (Guard, 26, USA), Lloyd Pandi (Guard, 26, CAN), Tibor Pleiß (Center, 36, D), Linus Ruf (Center, 20, D), Luc van Slooten (Forward, 23, D), Lars Thiemann (Center, 26, D), Linus Trettin (Forward, 21, D), Alonzo Verge (Guard, 27, USA). Head Coach: Christian Held (37, D). Assistant Coaches: Miguel Zapata (45, ESP) und Marius Graf (34, D).
Livestream
Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen College-Liga NCAA und der ING 3x3 Tour. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.
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