NBBL: HOCHSPANNUNG VOR GRUPPEN-FINALE!

Alle Fotos: RASTA Vechta
(20.10.2026) Der neu geschaffene Ligapokal in der Nachwuchs Basketball Bundesliga sorgt schon in der ersten Phase für Furore. RASTAs U19 mit Head Coach Hendrik Gruhn hatte nach dem Derbysieg zum Auftakt gegen Oldenburg (57:47) jetzt die Chance, vorzeitig das Halbfinale zu erreichen. Bei ALBA Berlin gab es am Sonntag allerdings eine 65:77-Niederlage. Jetzt liegen alle vier Teams der Nord-Gruppe gleichauf, die Entscheidung übers Weiterkommen fällt am Sonntag.
In Kürze
In der Hauptstadt wehrten sich die alles andere als in Bestbesetzung angetretenen Vechtaer mit Händen und Füßen. Allen voran Moritz Grüß mit 16 Punkten und drei Steals, Epke Kruthaup mit 13 Punkten und sechs Assists und Eti Ehioghae mit neun Punkten und sieben Rebounds zeigten Präsenz. Bis Ende des 3. Viertels blieben die Gäste immer dran an ALBA, dann aber kassierte man zehn Punkte in Serie zum vorentscheidenden 53:65-Rückstand (32. Minute). RASTA hatte mit 28 Ballverlusten gegen traditionell aggressive Berliner (16 Steals) zu kämpfen, auch war die Wurfquote mit 42 % nicht gut genug. Mit einem Sieg am Sonntag im abschließenden Gruppenspiel in Frankfurt kann RASTA aber das Halbfinale des Ligapokals erreichen. Dei Hessen hatten am 1. Spieltag ALBA mit 78:70 besiegt, nun aber mit 81:89 in Oldenburg verloren.
Stimme zum Spiel
Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta): „Alles in allem bin ich mit der Leistung sehr zufrieden, weil die Mannschaft alles reingehauen und sich permanent gewehrt hat. Bis auf den Lauf Berlins Ende des dritten, Anfang des 4. Viertels haben wir gut gespielt. In der Phase hat ALBA sehr aggressiv verteidigt, Steals geholt und ist zu einfachen Punkten gekommen. Es war ein Moment, wo uns etwas die Kraft gefehlt hat. Zudem fehlen uns derzeit mit Louis Sutor, Tristan Gutersohn, Alan Chojnacki und Malik Herges vier Spieler. Trotzdem haben wir offensiv eigentlich immer gute Lösungen gefunden, hatten jedoch nicht unseren besten Tag in Sachen Trefferquote. Aber es hat wirklich Spaß gemacht, mit diesem Team gegen ALBA zu spielen, denn es war immer Energie da. Somit war das gegen einen solchen Gegner wieder ein toller Lernprozess. Heute war Moritz Grüß unser bester Spieler. Er war von Anfang an sehr fokussiert, hat eine sehr erwachsene Vorstellung gezeigt. Moritz spielt gerade auf einem wahnsinnig hohen Niveau, sieht auch im ProA-Training mit den Artland Dragons gut auf. Es freut mich sehr für ihn, dass es gerade so gut bei ihm läuft.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 42 % (25/60) - Berlin 47 % (28/61)
Zweier: RASTA 57 % (16/28) - Berlin 53 % (21/41)
Dreier: RASTA 28 % (9/32) - Berlin 35 % (7/20)
Freiwürfe: RASTA 60 % (6/10) - Berlin 67 % (14/21)
Rebounds: RASTA 38 (16 off.) - Berlin 33 (14 off.)
Assists: RASTA 16 - Berlin 20
Ballverluste: RASTA 28 - Berlin 20
Steals: RASTA 8 - Berlin 16
Blocks: RASTA 2 - Berlin 1
Fouls: RASTA 18 - Berlin 14
Höchste Führung: RASTA 2 (2:0) - Berlin 17 (77:60)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 9 (17:19) - Berlin 10 (65:53)
Führungswechsel: 1
Gleichstand: 4
1. Viertel
RASTA machte nach einem ausgeglichenen Beginn Bekanntschaft mit aufdrehenden Berlinern. Aus einem 6:& (3.) wurde ein 8:19-Rückstand (9.). Mit einem Dreier von Isaiah Juillerat, weiteren jeweils zwei Punkten von Moritz Grüß und Epke Kruthaup waren die Vechtaer bis zur Pause aber wieder dran - 15:19.
2. Viertel
Mit dem ein oder anderen Treffer von jenseits der 6.75 Meter blieb das Gruhn-Team dran an ALBA. Kruthaup netzte einen Dreier zum 20:21 (11.) ein, David Amadou einen zum 23:23 (13.) und noch einen zum 28:33 (16.). Die letzten Minuten vor der Halbzeit gehörten klar den Gästen, die einen Sieben-Punkte-Rückstand (30:37, 18.) Schritt für Schritt fast vollständig aufholten. Kruthaup machte die letzten Punkte des 2. Viertels, stellte auf 42:43.
3. Viertel
Berlin kam aus der Pause heraus immer wieder an die Freiwurflinie, brachte erneut fünf Punkte zwischen sich und die Niedersachsen - 49:44 (25.). Weitere RASTA-Dreier von Amadou zum 47:49 (25.) und Grüß zum 52:55 (27.) sorgten dafür, dass ALBA noch nicht wegziehen konnte. Das passierte dann aber doch noch vor der nächsten Unterbrechung. Die Berliner beendeten das 3. Viertel mit sechs Punkte in Serie zum 61:53.
4. Viertel
RASTA kassierte vier weitere Punkte, ehe ein Threeball von Eti Ehioghae den Lauf Berlins stoppte - 56:65 (33.). Doch das Hauptstadt-Team ließ sich nicht mehr aufhalten. Die nächsten neun Punkte ALBAs kassierte RASTA von jenseits der 6.75 Meter, in Minute 37 lagen die Gäste mit 60:74 zurück und hatten das Spiel praktisch verloren. Die beiden nach dem 3. Spieltag Erstplatzierten ziehen ins Ligapokal-Finale ein. Dort treffen in den Halbfinals der Zweite des Nordens auf den Ersten des Südens und der Erste des Nordens auf den zweiten des Südens. Verpasst RASTA das Ligapokal-Finale, geht es in der 1. Runde der A-Division weiter.
Ausblick
Nach dem 2. Spieltag des Nord-Cups liegen RASTA, ALBA, Oldenburg und Frankfurt mit jeweils einem Sieg gleichauf. Am Sonntag um 13 Uhr müssen Gruhns Schützlinge bei den SKYLINERS ran, parallel empfängt Oldenburg die Berliner.
NBBL (U19) - 2026/27 - Ligapokal - Gruppe Nord - 2. Spieltag - 18.10.26 - 16 Uhr
ALBA Berlin - RASTA Academy 77:65 (19:15 / 24:27 / 18:11 / 16:12)
ALB: Jakob Schmorleiz,, Jan Diener (1 Punkt), Siim Surén (11), Jona Drücke (3/7 Assists), Noah Isichei (13/4 Steals), Elija Pohlack (5), Daniel Gwanihu (4/7 Rebounds), Philipp Hölsken (10), Sancho Kruse (11), Malte Behm (2), Moritz Schulz und Lukas Klein (9).
VEC: Epke Kruthaup (13 Punkte/6 Assists), Jonas Langermann (1), Jaron Braun, Esli Sebalamu (2), Moritz Grüß (16/3 Steals), Leon Herges (3), Jordan Duranona-Mola (3), Emilian Spreckelmeyer (2), David Amadou (13), Eti Ehioghae (9/7 Rebounds), Isaiah Juillerat (3) und Jona Sellenriek
Zuschauer: k.A.
RASTA Academy - Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19) - 2026/2027 - Der Kader
Louis Behrendt (2009), Hannes Bunse (2010), Jaron Braun (2010), Alan Chojnacki (2010), Jordan Duranona-Mola (2010), Tristan Gutersohn (2009), Moritz Grüß (2008), Leon Herges (2009), Malik Herges (2009), Etinosasere Ehioghae (2009), Epke Kruthaup (2008), Jonas Langermann (2009), David Amadou (2010), Teo Manoilov (2011), Esli Sebalamu (2010), Emilian Spreckelmeyer (2009) und Louis Sutor (2008).
Galerie














