NBBL: RASTA VERPASST LIGAPOKAL-HALBFINALE KNAPP!

Alle Fotos: @fotojhoffmann
(26.10.2026) Vechtas U19 hat sein „Finale“ um einen Platz im Final Four des neu geschaffenen Ligapokals nach großem Kampf knapp verpasst. Am Sonntag unterlagen die RASTAner in Frankfurt mit 82:86 (43:41). Durch die zweite Niederlage im dritten, abschließenden Gruppenspiel verpassten die jungen Vechtaer einen der vorderen beiden Plätze. Für die U19 geht es in zwei Wochen in der 1. Runde der A-Division weiter.
In Kürze
Hessen und Niedersachsen lieferten sich einen unterhaltsamen, intensiven und immer spannenden Schlagabtausch. Beide Teams erlebten während der 40 Minuten Höhen und Tiefen, mit dem letztlich besseren End für die Frankfurt. RASTA holte in jedem der Spielabschnitte einen Rückstand zwischen sechs und bis zu zehn Punkten Rückstand auf - ein Kraftakt folgte dem nächsten. Im 4. Viertel legten die Gäste einen 13:4-Lauf zum 77:77 (37. Minute) hin, verloren das Momentum aber wieder. Zum Matchwinner wurde hier Frankfurts Xavier Trotter mit elf Punkten im 4. Viertel. RASTA, in Abwesenheit von Head Coach Hendrik Guhn von „Co“ Lennart Stechmann angeleitet, hatte große Probleme mit dem Wurf und den Rebounds. So ließen sich letztlich auch die 25 Ballverluste der Frankfurter nicht gewinnbringend nutzen.
Stimme zum Spiel
Lennart Stechmann (Assistant Coach Vechta): „Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, weil wir gerne das Final Four erreicht hätten. Leider waren wir heute nicht konstant genug - weder offensiv, noch defensiv. Frankfurt war sehr physisch und ist mit jeder Menge Energie rausgekommen. Das haben wir leider nur phasenweise matchen oder selber den Ton angeben können. Haben wir das geschafft, dann sah unser Spiel sehr gut aus. Am Ende sind uns leider die Körner ausgegangen, weil es sehr zu anstrengend gewesen ist, vorher diesen zweistelligen Rückstand aufzuholen. Wenn man in den Stats sieht, wie klar wir beim Rebound unterlegen waren, tut das natürlich weh. Ich denke, dass diese Statistik das Spiel ganz gut beschreibt, dass die Rebounds der Grund für unsere Niederlage sind.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 39 % (27/69) - Frankfurt 47 % (34/72) Zweier: RASTA 55 % (21/38) - Frankfurt 68 % (25/37) Dreier: RASTA 19 % (6/31) - Frankfurt 26 % (9/35) Freiwürfe: RASTA 73 % (22/30) - Frankfurt 47 % (9/19) Rebounds: RASTA 35 (12 off.) - Frankfurt 52 (20 off.) Assists: RASTA 35 - Frankfurt 52 Ballverluste: RASTA 18 - Frankfurt 25 Steals: RASTA 12 - Frankfurt 11 Blocks: RASTA 4 - Frankfurt 3 Fouls: RASTA 19 - Frankfurt 24 Höchste Führung: RASTA 4 (11:7) - Frankfurt 10 (75:65) Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 9 (75:74) - Frankfurt 10 (17:11) Führungswechsel: 12 Gleichstand: 12
1. Viertel
Jona Sellenriek machte RASTAs Punkte sechs bis elf, die Gäste führten in der 4. Minute mit 11:7. Frankfurt konterte mit einem 10:0-Lauf (17:11, 6.). Aber zum Ende des 1. Viertels war Moritz Grüß mit eigenen sieben Punkten in Serie zur Stelle, brachte sein Team mit 23:22 nach vorne. Dass es zur Pause trotzdem nicht zu einer Führung reichte, lag vor allem an fehlender Effektivität. RASTA hatte nur 35 % (7/20) der Würfe getroffen, dafür aber Frankfurt schon sieben Ballverluste aufgedrückt. Allein Louis Sutor stand schon bei drei Steals.
2. Viertel
Die so bedeutsame Partie blieb ausgeglichen, die Führung wechselte hin und her. In der 15. Minute sah sich RASTA mit fünf Punkten Rückstand konfrontiert, Grüß konterte mit einem Threeball zum 34:36 (16.). U.a. ein weiterer Dreier, getroffen von Eti Ehioghae, bescherten den Gästen dann sogar eine Halbzeitführung - 43:41. Jetzt schon deutlich: RASTAs Unterlegenheit beim Rebound (17:24) und bei der Wurfquote (38 % zu 53 %).
3. Viertel
Frankfurt konnte sich vor lauter Ballverlusten eigentlich kaum retten, tat es aber immer wieder. Wieder gelang den Hessen Mitte eines Viertels ein Zwischenspurt. Dieses Mal lag RASTA dadurch schon mit neun Punkten hinten - 49:58 (26.). Die Vechtaer rissen sich erneut zusammen, kamen auch immer wieder an die Freiwurflinie und holten das Momentum zurück auf ihre Seite. Ein And-One von Isaiah Juillerat leitete die sehr gute Phase ein, die Louis Sutor mit dem Ausgleich zum 62:62 (30.) abschloss.
4. Viertel
Die Achterbahnfahrt in der Main-Metropole ging rasant weiter. Frankfurt traf u.a. zwei Dreier und dann stellte Xavier Trotter auf 75:65 (34.). Was nach einer Vorentscheidung aussah, entpuppte sich als Trugschluss. RASTA kämpfte sich einmal mehr raus aus diesem Tief. Jonas Langermann drehte auf, machte das 67:75, per And-One das 73:75 und per Dreier den Ausgleich zum 77:77 (37.). Frankfurts Top-Scorer Trotter gab die Antwort auf diesen Kraftakt, stellte mit vier Punkten auf 81:77 (39.). Er war es auch, der praktisch das letzte Wort hatte: RASTA war gerade noch einmal rangekommen (83:83), da warf Trotter mit seinem 85:82 (beides 40.) ins Final Four des Ligapokals.
Ausblick
Für RASTA geht es nun in der 1. Runde der A-Division (vier Gruppen a fünf Mannschaften, ab dem 8. November) weiter. Dort spielen die Vechtaer in Hin- und Rückspiel gegen vier andere Teams. Nur der Letztplatzierte dieser Gruppenphase muss in die Relegation, alle anderen bleiben in der A-Division. Dort erwarten RASTA erneut acht Spiele, die Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für regionale Top-4-Turniere (6. bis 8. Mai 2027), in denen dann die Teilnehmer des RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 (21. bis 23. Mai 2027) ermittelt werden
NBBL (U19) - 2026/27 - Ligapokal - Gruppe Nord - 3. Spieltag - 25.10.26 - 16 Uhr
Eintracht Frankfurt/SKYLINERS - RASTA Academy 86:82 (23:23 / 18:20 / 24:19 / 21:20)
FRA: Simon Schürmann (1 Punkt), Panagiotis Foteinakis (6), Mika Drossel (6), Lenny Benczak (16), Jaroslaw Zinn (16), Nino Kelzenberg (3), Xavier Trotter (23), Tom Lang (8), Christoph Gördes (7/12 Rebounds/8 Assists/8 Steals), Mika Sandor, Daniel Mbe Fils (DNP) und Lodi-Eli Ndjemba.
VEC: Jonas Langermann (22 Punkte/6 Rebounds/4 Steals), Jaron Braun, Esli Sebalamu, Moritz Grüß (18/6 Assists), Louis Sutor (14/4 Steals), Leon Herges, Jordan Duranona-Mola (3), Emilian Spreckelmeyer (2), David Amadou (3), Eti Ehioghae (7), Isaiah Juillerat (5) und Jona Sellenriek (8/6 Rebounds)
Zuschauer: k.A.
RASTA Academy - Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19) - 2026/2027 - Der Kader
Louis Behrendt (2009), Hannes Bunse (2010), Jaron Braun (2010), Alan Chojnacki (2010), Jordan Duranona-Mola (2010), Tristan Gutersohn (2009), Moritz Grüß (2008), Leon Herges (2009), Malik Herges (2009), Etinosasere Ehioghae (2009), Epke Kruthaup (2008), Jonas Langermann (2009), David Amadou (2010), Teo Manoilov (2011), Esli Sebalamu (2010), Emilian Spreckelmeyer (2009) und Louis Sutor (2008).
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