RAUS MIT APPLAUS: „ALLE SOLLEN STOLZ SEIN!“

Archivfoto: RASTA Vechta
(31.3.2026) RASTAs U16 hat dem Titelverteidiger ALBA Berlin auch in Spiel 3 des Playoff-Achtelfinales in der Jugend Basketball Bundesliga einen großartigen Kampf geliefert. Nachdem die Vechtaer am Freitagabend in Spiel 2 Zuhause den Ausgleich in der Serie geschafft hatten, unterlagen sie nun vor fast 300 Zuschauern in einem Thriller in der Max-Schmeling-Halle A mit 78:80 (37:43) - und verdienten sich großen Applaus.
In Kürze
RASTA war nach einer durchwachsenen Hauptrunde als krasser Außenseiter in diese Serie gegangen, brachte den ALBAtrossen dann aber die erste Niederlage nach 43 Spielen bei und verdiente sich eine über das Weiterkommen entscheidende Partie Nummer drei. In der geriet das Team von Head Coach Jan Schneider in der 17. Minute mit 22:35 in Rückstand, kämpfte sich aber zurück in die Partie und ging durch einen 21:7-Lauf mit 70:66 in Führung (33.). In der dramatischen Crunchtime fehlte RASTA dann das Quäntchen Glück, um die Riesen-Sensation zu schaffen. Zudem hatten die Vechtaer nur drei von 20 Dreiern getroffen und sich 27 Ballverluste erlaubt. Alan Chojnacki war am Sonntag mit 21 Punkten und jeweils sechs Rebounds, Assists und Steals erneut RASTAs auffälligstes Talent, während Jordan Duranona-Mola (18 Punkte & acht Rebounds) und Teo Manoilov (14/8) jeweils knapp an einem Double-Double vorbei schrammten.
Stimme zum Spiel
Jan Schneider (Head Coach Vechta): „Es waren drei Spiele auf Augenhöhe. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Spiel 2 war sehr cool mit unglaublich guter Energie. Heute haben wir in Berlin wieder sehr gut mitgehalten. Insbesondere in der 2. Halbzeit haben wir um jeden Ball gekämpft. Der Wille war da, wir haben alles auf dem Feld gelassen, was irgendwie ging. In der 1. Halbzeit hatten wir etwas mit unserer Nervosität zu kämpfen. Das ging den Berlinern aber nicht anders, was man auch an den vielen Ballverlusten sieht. ALBA konnte dann aber seine Vorteile etwas besser ausspielen. Wir hatten das ein oder andere Foul-Problem, sind dann aber sehr gut in die 2. Halbzeit gestartet und haben es im 3. Viertel besser geschafft, Teo Manoilov einzubinden. Er hatte da eine Phase, in der er kaum zu stoppen war. Dann hatten wir das Spiel eigentlich komplett gekippt. Als Berlins Trainer dann wie schon am Freitag sein zweites Technisches Foul bekommen hat, haben wir diese Situation leider nicht besser nutzen können. Da hatten wir mehrere Angriffe, in denen wir nicht punkten konnten. So haben wir ALBA zurück ins Spiel kommen lassen. Dass wir so ausgeschieden sind, ist bitter. Es bleibt aber hängen, dass wir ALBA die erste Niederlage nach 43 Siegen zugefügt haben und dass wir ein starkes Spiel 3 in Berlin abgeliefert haben, in dem wir es verdient gehabt hätten, zu gewinnen. Jeder Spieler soll stolz auf sich sein, auf die Schritte, die wir in den letzten Wochen gemacht haben. Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt, haben deutlich besser gespielt, als noch zum Ende der Hauptrunde. Aus dem Tief von damals sind wir rausgekommen. Jetzt fühlt es sich natürlich unglaublich schade an und alle sind traurig, dass wir es nicht geschafft haben. Wir können aber erhobenen Hauptes aus dieser Serie rausgehen.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 45 % (31/69) - ALBA 49 % (30/61)
Zweier: RASTA 57 % (28/49) - ALBA 55 % (27/49)
Dreier: RASTA 15 % (3/20) - ALBA 25 % (3/12)
Freiwürfe: RASTA 54 % (13/24) - ALBA 52 % (17/33)
Rebounds: RASTA 37 (12 off.) - ALBA 45 (13 off.)
Assists: RASTA 16 - ALBA 17
Ballverluste: RASTA 27 - ALBA 31
Steals: RASTA 14 - ALBA 14
Blocks: RASTA 2 - ALBA 2
Fouls: RASTA 27 - ALBA 26
Points In The Paint: RASTA 49 - ALBA 52
2nd Chance Points: RASTA 18 - ALBA 11
Fast Break Points: RASTA 17 - ALBA 22
Höchste Führung: RASTA 4 (70:66) - ALBA 13 (35:22)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 7 (66:64) - ALBA 7 (25:15)
Führungswechsel: 3
Gleichstand: 10
1. Viertel
Der schon in den ersten beiden Spielen überragende Alan Chojnacki meldete sich sofort in Spiel 3 an, machte sechs Vechtaer Punkte zur 9:6-Führung (5.). ALBA konterte mit 8:2-Zählern, ehe Jordan Duranona-Mola mit einem And-One den 14:14-Ausgleich (9.) besorgte. Doch es passierte noch einiges im 1. Viertel, u.a. traf Berlins Mijo Kopilovic einen Dreier und ALBA ging mit fünf Punkten Vorsprung (20:15) in die erste Pause. Beide Teams hatten mit dem Ballvortrag, kamen zusammen auch schon 19 (!) Ballverluste. Das Rebound-Duell ging derweil klar an die Hauptstädter (11:7).
2. Viertel
Die Vechtaer hatten nun das Problem mit den Turnovers im Griff, hatten aber trotzdem Mühe dranzubleiben, was auch am mangelnden Rebounding lag. Zum Glück netzte Hannes Bunse einen Threeball zum 20:27 (24.) ein. Wenige Minuten später betrug RASTAs Rückstand aber schon 13 Zähler (35:22, 17.). ALBA hatte Fahrt aufgenommen, der Außenseiter wankte - aber nur kurz. David Lanmüller läutete mit seinem Dreier zum 29:38 (19.) RASTAs Schlussspurt der 1. Halbzeit ein, Emil Schumacher gelang gerade noch rechtzeitig vor dem Gang in die Kabine das 37:43 (20.)
3. Viertel
RASTAs Big Man Teo Manoilov kam nun, nach nur zwei Punkte in Halbzeit eins, besser zur Geltung. Der noch 14-Jährige machte das 43:48 (23.), das 46:49 (25.) und per Dreier das 52:59 (28.), wahrte seinem Team, das nun endlich beim Rebounding richtig zugriff, somit die Chance, noch wirklich zurückschlagen zu können. Und weil Jordan Duranona-Mola zum Ende des 3. Viertel ein And-One zum 57:61 (30.) gelang, war der zwischenzeitliche zweistellige Rückstand praktisch wieder vergessen. ALBA stand schon bei 27 (!) Ballverlusten, RASTA „nur“ bei 18, traf dafür die Dreier nicht gut (3/16).
4. Viertel
Was die Gäste in den ersten Minuten des Schlussabschnittes ablieferten, war einfach nur stark. Durnanona-Mola und Chojnacki übernahmen das Kommando, machten zusammen elf Punkte zur Vechtaer 70:66-Führung (33.). In der Berliner Luft lag nun nicht nur der Hauch einer Sensation, sondern die reale Aussicht auf einen Vechtaer Viertelfinaleinzug. Aber: ALBA Berlin konterte stark, eroberte durch Taavi Neerpasch die Führung zurück (72:70, 36.) und legte drei weitere Male vor. Das Drama nahm seinen Lauf, Schumacher schaffte in Minute 40 den 78:78-Ausgleich. Das letzte Wort aber hatte ALBA. Neerpasch, bis dahin bei drei Versuchen von der Freiwurflinie erfolglos gewesen, traf ausgerechnet jetzt beide Male vom Charity Stripe, stellte auf 80:78 - dabei blieb es, weil RASTAs letzter Angriff erfolglos blieb.
Ausblick
Während die Saison 2025-25 für das JBBL-Team RASTA Vechtas nun beendet ist, bekommen die verbliebenen acht Teams jetzt erst einmal eine Pause. Erst in vier Wochen werden die Playoffs fortgesetzt. Im Norden spielen die Baskets Juniors Oldenburg gegen die Metropol YoungStars Ruhr und ALBA Berlin gegen die Hamburg Towers. Die Süd-Viertelfinals bestreiten das Team Baskets Bonn/Köln RAG gegen die HAKRO Merlins Crailsheim und ratiopharm ulm gegen KICKZ IBAM aus München. Die vier Sieger dieser Best-of-three-Serien sind für das RSM Ebner Stolz Jugen-TOP4 (15. bis 17. Mai) in der Berliner Sömmeringhalle qualifiziert.
JBBL - Saison 2025/26 - Hauptrunde - Playoffs - Achtelfinale - Spiel 3 - Sonntag, 29.3.26 - 13:30 Uhr
ALBA Berlin - RASTA Academy 80:78 (20:15 / 23:22 / 18:20 / 19:21)
ALBA: Mijo Kopilovic (8 Punkte), Amadou Sabally (3), Taavi Neerpasch (6/3 Steals), Jakob Schmorleiz (10/3 Steals), Marcel Bernard (DNP), Paul Fey (DNP), Julius Quentin (8/3 Steals), Elia Pohlack (21/8 Rebounds/6 Assists), Nehemia Büscher (2), Racim Rezouani (13/8 Rebounds), Moritz Schulz (1) und Malte Behm (8).
VEC: Stan Bart (5 Punkte), Carl Pohlmann, Erik Brämer, Alan Chojnacki (21/6 Assists/6 Steals), David Lanmüller (3), Emil Schumacher (6), Hannes Bunse (11/6 Assists), Lukas Pohl, Kjell Bünger (DNP), Jordan Duranona-Mola (18/8 Rebounds), Carl Cromme und Teo Manoilov (14/8 Rebounds)
Zuschauer: 296 in der Max-Schmeling-Halle A
Jugend Basketball Bundesliga (U16) - 2025/2026 - Playoffs - Nord - 1/8-Finale - Best of three
ALBA Berlin - RASTA Academy 2:1 (84:74 / 73:82 / 80:78)
SCIENCE CITY JENA - Metropol YoungStars Ruhr 0:2 (72:89 / 78:83)
Baskets Juniors Oldenburg - BG Zehlendorf 2:0 (79:60 / 82:76)
Bramfelder SV - Hamburg Towers 0:2 (37:123 / 50:93)
Jugend Basketball Bundesliga (U16) - 2025/2026 - Playoffs - Süd - 1/8-Finale - Best of three
HAKRO Merlins Crailsheim - VR-Bank Würzburg Baskets Akademie 2:1 (86:73 / 85:86 / 84:63)
Team Baskets Bonn/Köln RAG - TS Jahn München 2:1 (105:100 / 76:83 / 93:53)
Eintracht Frankfurt/SKYLINERS - KICKZ IBAM 1:2 (83:64 / 69:83 / 83:85)
ratiopharm ulm - Porsche BBA Ludwigsburg 2:0 (92:57 / 97:82)
RASTA Academy - Jugend Basketball Bundesliga (U16) - 2025/2026 - Der Kader
Spieler: Stan Bart (2011), Johann Böging (2011), Erik Brämer (2011), Kjell Bünger (2010), Hannes Bunse (2010), Carl Cromme (2010), Jannis Diamantidis (2011), Johann Dohm (2011), Jordan Duranona-Mola (2010), Jannes Freese (2010), Philip Grothe (2010), Ferdinand Kock (2011), David Lanmüller (2011), Teo Manoilov (2011), Lindion Mulaj (2011), Lukas Pohl (2011), Carl Pohlmann (2010), Till Schäfers (2011), Emil Schumacher (2010), Leonard Voss (2010). Trainer: Jan Schneider. Co-Trainer: Dario Wagner.
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