WENDE ZUM GUTEN: RASTAs VIELKÖPFIGE HYDRA!

Foto: Christian Becker
(28.4.2026) Mit neun Siegen seit der Länderspielpause ist RASTA Vechta aktuell eines der heißesten Teams der easyCredit Basketball Bundesliga. Klar, vorne marschieren der FC Bayern München und ALBA BERLIN vorne weg. Doch der Kultklub aus dem Oldenburger Münsterland hat sich mittlerweile auf Platz 8 hochgearbeitet. In der 34.000-Einwohner-Stadt träumt man von den dritten Playoffs nach 2019 und 2024.
Am 18. Februar, RASTA hatte gerade mit 83:101 bei den Telekom Baskets Bonn verloren, taumelten Vechtas Basketballer nicht nur der sich anschließenden BBL Pokal- und Länderspiel-Pause entgegen, sondern auch der Abstiegszone. Sieben Siege und 14 Niederlagen standen für das Team von Head Coach Christian Held zu Buche, gepaart mit über die ganze Saison anhaltendem Verletzungspech.
Dann aber, am 6. März, meldete sich RASTA mit einem 101:64-Heimsieg im „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Science City Jena aus der Pause zurück, gewann nur zwei Tage später mit 90:71 das Derby bei den EWE Baskets Oldenburg und warf im dritten Spiel binnen neun Tagen die MHP RIESEN Ludwigsburg mit 121:102 aus dem RASTA Dome - der Knoten war endlich geplatzt.
„Beim Spiel gegen Jena hatten wir auch Glück, da hat einfach mal alles gepasst. Vielleicht haben wir ab der Phase gesehen, dass wir gewinnen, dass wir auch eine Siegesserie schaffen können. Unser Selbstvertrauen ist größer geworden, daraus haben wir viel gezogen und sind dadurch viel widerstandsfähiger geworden“, sagt RASTAs Forward Philipp Herkenhoff.
In den zehn Spielen seit März hat RASTA nun im Schnitt 100.9 Punkte erzielt, an der Pariser Straße (sechs Spiele) sogar 106.8. In acht dieser Partien hatten die Vechtaer weniger Turnovers als ihr Gegner, holten sieben Mal mehr Steals als der Kontrahent. Dass das Held-Team in sechs der zehn Partien beim Rebound das Nachsehen hatte, konnte verschmerzt werden, zu gut waren schließlich die offensiven Ausbeuten.
Christian Helds Team ist in der Offense nämlich mittlerweile eine vielköpfige Hydra, mit in besagtem Zeitraum sechs Spielern in Double-Digits. Zuvorderst zu nennen ist natürlich Alonzo Verge. Der pfeilschnelle Guard steht seit März bei 18.9 Punkten, 6.7 Assists und 3.1 Rebounds plus 1.9 Steals. Geht der 27-Jährige vom Feld, kommt für ihn Tommy Kuhse, der seit März 20 seiner 43 Threeballs versenkte und auf 11.9 Punkte plus 2.8 Assists kommt.
Spricht man über RASTAs Dreier, von denen die Vechtaer in besagtem Zeitraum 41.6 % (126/303) getroffen haben, fällt natürlich sofort der Name von Tevin Brown. Der Forward hat in den letzten zehn Spielen 38/75 Threeballs eingenetzt - eine Erfolgsquote von 50.7 %! Browns 17.3 Punkte folgen Verges Ausbeute, dann steht schon TJ Bamba mit 14.0 Zählern parat, mit ebenfalls starker Quote von Downtown (14/34).
Als wären dies nicht schon genügend Schützen von jenseits der 6.75 Meter, reiht sich auch Philipp Herkenhoff ein. Der Big Man hat in März und April 45 Dreier genommen, von denen er 21 getroffen hat (46.7 %). „Wir alle sind sehr gute Schützen. Und weil unsere Guards sehr gut zum Korb ziehen, ergeben sich zum Teil auch offenere Würfe, die deutlich leichter zu treffen sind“, weiß der 26-Jährige.
In der Aufzählung der Köpfe der Hydra darf auch Lloyd Pandi, RASTAs amtierender „Verteidigungsminister“, mit 8.6 Punkten nicht fehlen. Und: Dass Malik Parsons im März zum Team stieß, seitdem von der Bank kommend 11.6 Punkte erzielt, 38.5 % seiner Dreier traf und bei einer Siegquote im Vechtaer Trikot von 90 % steht, kann wohl kein Zufall sein. „Nein, das liegt nicht an mir, das liegt am gesamten Team“, sagt der Guard mit einem Lachen. Und weiter: „Jeder investiert viel und hat verstanden, dass wir hier ein große Chance haben, für Aufmerksamkeit zu sorgen. Wir hoffen, dass wir es in die Playoffs schaffen und dort lang dabei sind.“
RASTAs Hydra stellte gerade mit 44 Punkten in einem einzigen Viertel und 75 Punkten in der 1. Halbzeit neue easyCredit BBL-Rekorde auf. Zudem fallen die 123 Punkte gegen Trier, die 121 gegen Ludwigsburg und die 120 gegen Braunschweig in Vechtas goldenen Frühling. „Wir haben jetzt gegen viele Mannschaften viele Punkte gemacht, gerade Zuhause. Im RASTA Dome spielen wir auch eine vernünftige Defense - das geht aber noch besser. Sind wir dann im Angriff, haben wir einfach so viele Optionen. Solange sich weiter jeder einbringt, wird es bei uns laufen“, so Parsons.
Jetzt hat RASTA noch drei Spiele, um sich einen Platz in den Play-Ins zu sichern. Am Sonntag (16:30 Uhr, live bei Dyn und im Free-TV bei WELT TV) tritt das Held-Team bei Tabellenführer, Ligakrösus und Titelfavorit #1, beim FC Bayern München, an. Man darf gespannt sein, was sich deren legendärer Head Coach Svetislav Pesic einfallen lässt, um RASTAs Hydra den ein oder anderen Kopf abzuschlagen.
easyCredit BBL - Saison 2025/26 - 32. Spieltag - Sonntag, 3.5.2025 - 16:30 Uhr - BMW Park
FC Bayern München (1., 25-5) - RASTA Vechta (8., 16-15)
TV: https://www.dyn.sport/event/FC_Bayern_München_Basketball_RASTA_Vechta_101524 und https://www.welt.de/tv-programm-live-stream/
Ticker: https://www.easycredit-bbl.de/spiele/2004271#vorbericht
RASTA Vechta - 2025/2026 - Der Kader
Spieler: TJ Bamba (Guard/Forward, 25, USA), Tevin Brown (Guard/Forward, 27, USA), Booker Coplin (Guard, 28, USA), Dominik Dolic (Guard, 19, HRV/D), Joschka Ferner (Forward, 30, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 26, D), Roy Krupnikas (Guard, 19, D), Tommy Kuhse (Guard, 28, USA), Fynn Lastring (Center, 18, D), Elijah Ndi (Forward, 21, D), Lloyd Pandi (Guard, 26, CAN), Malik Parsons (Guard, 26, USA), Tibor Pleiß (Center, 36, D), Linus Ruf (Center, 20, D), Luc van Slooten (Forward, 24, D), Lars Thiemann (Center, 25, D), Linus Trettin (Forward, 20, D), Alonzo Verge (Guard, 27, USA). Head Coach: Christian Held (37, D). Assistant Coaches: Miguel Zapata (45, ESP) und Marius Graf (34, D).
Livestream
Die Partie wird am Sonntag (3.5.) ab 16:15 Uhr bei Dyn und im Free-TV bei WELT TV übertragen, kommentiert von Flo Pertsch. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen College-Liga NCAA und der ING 3x3 Tour. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.
Galerie









