RASTA III: JUNGE VECHTAER ERSCHRECKEN TABELLENFÜHRER!

Archivfoto: RASTA Vechta
(4.3.2026) Als in bis dahin in 23 Spielen ungeschlagener Tabellenführer waren am Samstag die Berlin Dreams vom DBV Charlottenburg bei RASTA Vechta III angetreten. Im RASTA Gym kam der Tabellenführer dann mit einem Schrecken davon. Vechtas so junges Team von Head Coach Jan Schneider, das auf Veteran-Big Man Malte Giljan hatte verzichten müssen, spielte lange Zeit mit und hatte den haushohen Favoriten am Rande einer Niederlage.
In Kürze
Nach noch 14 Punkten Rückstand zum Start des 4. Viertels spielte RASTA III groß auf und verkürzte in der 35. Minute auf 76:77. Peja Strobl mit bis dahin 24 Punkten und Alen Blakaj (15) hatten die sensationelle Aufholjagd angeführt. Die aber hatte extrem viel Kraft gekostet, in den Schlussminuten setzte sich der Favorit endgültig durch. Berlin Dreams beendete die Partie mit einem 13:2-Lauf, hatte gerade noch so einen kühlen Kopf bewahrt und darf weiter von einer „perfekten Saison“ träumen. RASTA III steht derweil auf dem 15., dem letzten, Tabellenplatz, hat aber nur zwei Punkte Rückstand auf Platz 9.
Stimme zum Spiel
Jan Schneider (Head Coach Vechta): „Alles in allem können wir mit dem Spiel, mit dem, was wir gezeigt haben, zufrieden sein. Wir haben es über die meiste Zeit des Spiels geschafft, mit dem besten Team der Liga zu competen. Wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass die Dreams auf den ein oder anderen Spieler verzichten mussten. Ins Spiel sind wir leider nicht gut reingekommen, weil wir offensiv nicht direkt unseren Rhythmus gefunden haben. Nach dieser Anfangsphase war es allerdings ein komplett offenes Spiel. Im 4. Viertel waren wir dann nah dran, konnten es aber leider nicht mehr ganz drehen, auch wenn das tatsächlich möglich gewesen wäre. Das Momentum war in der Phase sehr stark bei uns, während sich die Berliner mit den Schiedsrichtern und allem drum und dran beschäftigt hat. Am Ende haben sie es dann ja doch relativ souverän gemacht, haben dann gepunktete, wenn sie punkten mussten. Für unser Spieler war es insgesamt ein cooles Spiel, in dem wir viele Minuten auf sie verteilen konnten. Am Ende überwiegt wirklich die Zufriedenheit darüber, dass wir gegen so ein gutes Team über fast die komplette Spielzeit mithalten konnten.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA III 44 % (27/62) - Charlottenburg 44 % (31/71)
Zweier: RASTA III 68 % (17/25) - Charlottenburg 54 % (20/37)
Dreier: RASTA III 27% (10/37) - Charlottenburg 32 % (11/34)
Freiwürfe: RASTA III 82 % (14/17) - Charlottenburg 85 % (17/20)
Rebounds: RASTA III 32 (5 off.) - Charlottenburg 41 (14 off.)
Assists: RASTA III 12 - Charlottenburg 18
Ballverluste: RASTA III 18 - Charlottenburg 14
Steals: RASTA III 9 - Charlottenburg 11
Blocks: RASTA III 3 - Charlottenburg 0
Fouls: RASTA III 21 - Charlottenburg 19
Punkte nach Ballverlust: RASTA III 16 - Charlottenburg 24
Points In The Paint: RASTA III 30 - Charlottenburg 40
2nd Chance Points: RASTA III 5 - Charlottenburg 25
Fast Break Points: RASTA III 20 - Charlottenburg 20
Punkte durch Bankspieler: RASTA III 36 - Charlottenburg 28
Höchste Führung: RASTA III keine - Charlottenburg 17 (28:11)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA III 9 (66:71) - Charlottenburg 10 (10:0)
Führungswechsel: 0
Gleichstand: 1
Zeit in Führung: RASTA III 00:00 - Charlottenburg 39:42
1. Viertel
Der Favorit hatte keinerlei Anlaufschwierigkeiten, führte in der 6. Minute mit 14:2. Noch zwei Punkte Vorsprung mehr waren es in Minute zehn, nach einem 7:0-Lauf zum 23:11. Auch zur ersten Pause lagen zwischen den Berlin Dreams und RASTAs junger Dritter 14 Punkte Differenz - 25:11. Das Schneider-Team hatte kaum Glück mit den Distanzwürfen gehabt (1/9) und war auch bei den Rebounds (8:13) klar unterlegen.
2. Viertel
Nach dem Berliner 34:17 (16.) begann eine Vechtaer Aufholjagd. Zwei Dreier in Serie von Peja Strobl in der 17. Minute stellten den Score auf 28:37 und ein weiterer Dreier, getroffen von Johannes Hellmann, brachte RASTA III bis auf sechs Punkte an den Tabellenführer heran - 33:39. Die Gastgeber ließen im 3. Viertel nur 18 Gegenpunkte zu, hatten sich in diesen zehn Minuten nur zwei Ballverluste erlaubt.
3. Viertel
Alan Chojnackis Punkte fünf und sechs bedeuten für Vechta das 38:46 (22.). Näher kann das Schneider-Team erst einmal aber nicht. Die Berlin Dreams waren offensiv wieder in der Spur und brachten sich durch einen Dreier von Leon Friederici mit 15 Punkten nach vorne - 69:54 (30.). Schon 14 Offensiv-Rebounds der Gäste taten RASTA III weh, dazu kamen im 3. Viertel fünf Ballverluste.
4. Viertel
RASTA III startete furios in den Schlussabschnitt, gerade überragend gut. Angeführt von Alen Blakaj, dem in knapp fünf Minuten zehn Punkte gelangen, darunter zwei Dreier in Serie zum 76:77-Anschluss (35.), schien nun eine Sensation möglich. Nach diesem 19:6-Lauf hatten die jungen Vechtaer ihr Pulver jedoch verschossen. Ihnen gelangen nur noch zwei erfolgreiche Freiwürfe, den Schlusspunkt setzte Kimoni N’Sonde mit Berlins elftem Dreier zum 90:78.
Ausblick
RASTA III steht ein Hammer-Wochenende bevor. Am Freitag um 19:15 Uhr gastieren die Vechtaer beim TuS Bramsche (4, 14-10). Keine 24 Stunden später, am Samstag um 15 Uhr, sind sie bei den Eisbären Bremerhaven II (11., 8-16) zu Gast. Im nächsten Heimspiel, am 14. März (15 Uhr) sind die Vechtaer gegen die SG Braunschweig (3., 17-6) dann erneut krasser Außenseiter. Bis Ende März stehen dann auch noch die letzten Saisonspiele an: am 21.3. gegen die Bargteheide Bees (2., 21-3) und am 28.3. bei den Buchhorn Bau Twisters Rendsburg (9., 8.-15).
1. Regionalliga Nord - Saison 2025/26 - 26. Spieltag - Samstag, 28.2.26 - 15Uhr - RASTA Gym
RASTA Vechta III - Berlin Dreams DBV Charlottenburg 78:90 (11:25 / 22:18 / 24:28 / 21:19)
VEC: Alan Chojnacki (8 Punkte), Malik Herges (5), Peja Strobl (25), Michel Schillmöller, Alen Blakaj (15), Johannes Hellmann (8), Kevin Smit (7/6 Rebounds/5 Assists/3 Steals), Louis Behrendt (DNP), Louis Sutor (4), Teo Manoilov (2) und Eli Ehioghae (4).
DBV: Elias Groß (2 Punkte/4 Assists), Max Riedel (11), Jona Lück (5/2 Steals), Kimoni N’Sonde (16), Aleksandar Dimitrijevic (10/2 Steal), Jamil Hyangho (4/2 Steal), Leo Hollen (6), Leon Friederici (13/2 Steal) und Marley Jean-Louis (23/9 Rebounds)
Zuschauer: k.A.
RASTA Vechta III - Saison 2025/26 - Der Kader
Louis Behrendt (SG/SF, 2009, D), Alen Blakaj (SF/PF, 2007, D), Alan Chojnacki (SG/SF, 2010, POL), Felix Christiansen (SG, 2006, D), Etinosasere Ehioghae (PF/C, 2009, IRL), Malte Giljan (C, 1995, D), Philip Grothe (PG, 2010, D), Moritz Grüß (SG/SF, 2008, D), Tristan Gutersohn (SG, 2009, D), Johannes Hellmann (PF, 2006, D), Leon Herges (SG, 2009, D), Malik Herges (SF, 2009, D), Epke Kruthaup (PG, 2008, D), Jonas Langermann (PG, 2009, D), Teo Manoilov (C, 2011, D), Jordan Mola (SF, 2010, D), Michel Schillmöller (PG, 2007, D), Kevin Smit (PG, 1991, D), Emilian Spreckelmeyer (PF, 2009, D), Peja Strobl (SG, 2007, AUT) und Louis Sutor (SF, 2008, D)
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