AM 8. SPIELTAG: RASTA KASSIERT DIE ERSTE NIEDERLAGE!

Am Samstagabend hat RASTA Vechta den anvisierten Klubrekord von acht Siegen in Serie zum Saisonauftakt verpasst. Bei den Uni Baskets Paderborn verlor der Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA trotz einer zweistelligen Führung neun Minuten vor Schluss noch mit 80:86 (51:41). Die erste Saisonniederlage kostete das Team von Head Coach Ty Harrelson die Tabellenführung, welche sich die Tigers Tübingen durch einen Heimsieg über Phoenix Hagen holten.

Foto: Uni Baskets Paderborn.

In Kürze

Mit bis zu 14 Punkten lag RASTA Vechta im Sportzentrum Maspernplatz in Führung (55:41, 21. Minute), sogar in den ersten Minuten des 4. Viertels noch zweistellig (73:63, 32.). Doch insgesamt machten die Gäste in der 2. Halbzeit nur 29 Punkte. Dies war zu wenig, um die Uni Baskets Paderborn vor 1.861 Fans, darunter rund 100 aus Vechta, im Zaum zu halten. RASTA kassierte elf Dreier, traf selber nur sechsmal bei 25 Versuchen und lieferte vor allem beim Rebound keine gute Leistung ab. Nur 29 Boards holten sich die Gäste, Paderborn hingegen 37. Matchwinner war schließlich Paderborns Connor van Anthony mit 25 Punkten, auf Seiten der Vechtaer war Andrew Jones mit 17 Punkten Top-Scorer.

Fakten

Feldwürfe: RASTA 45% (28/62) - Paderborn 49% (29/59)
Zweier: RASTA59% (22/37) - Paderborn 53% (18/34)
Dreier: RASTA 24% (6/25) - Paderborn 44% (9/29)
Freiwürfe: RASTA 82% (18/22) - Paderborn 65% (17/26)
Rebounds: RASTA 29 - Paderborn 37
Assists: RASTA 13 - Paderborn 23
Ballverluste: RASTA 14 - Paderborn 12
Steals: RASTA 8 - Paderborn 7
Fouls: RASTA 26 - Paderborn 18

Stimmen zum Spiel

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Niederlagen sind immer enttäuschend. Aber ich bin mir sicher, dass wir aus unseren Fehlern lernen und in Zukunft besser sein werden. Zudem muss man Paderborn gratulieren, sie haben im 4. Viertel richtig gut gespielt. Wir hingegen haben uns sowohl in der Offense als auch in der Defense zu viele Aussetzer geleistet. In den Spielen zuvor war es uns zumeist gelungen, das Spiel über unsere Defense zu gewinnen. Da hätten wir heute besser agieren müssen. Und im 4. Viertel haben wir den Ball in der Offense nicht mehr so gut bewegt, wie wir es gemusst hätten, um zu punkten. Es ist klar, dass wir unseren Spielstil durchziehen müssen, wir uns nicht nur auf individuelle Qualität verlassen dürfen. Ich glaube aber auch, dass wir uns von diesem Abend erholen und am Samstag bereit sein werden für ein weiteres schweres Spiel.“

Joschka Ferner (Forward Vechta): „Paderborn hat heute größtenteils das Spielgeschehen diktiert und wir sind in der Defense meistens nur hinterhergelaufen, konnten keine Stopps in Folge generieren - wie es uns in den vorherigen Partien gelungen ist. Offensiv sind einige Würfe nicht gefallen, insbesondere in der Crunchtime - auch die haben wir in den vorherigen Spielen hochprozentiger getroffen. Paderborn hat dann im 4. Viertel einen Lauf gestartet, den wir nicht frühzeitig unterbinden konnten. Wir müssen defensiv wieder stabiler sein, dem Gegner unseren Spielstil aufzwingen. Und wir müssen allgemein konstanter agieren. Die 1. Halbzeit war im allgemeinen nicht schlecht. Daran müssen wir anknüpfen.“

Gerrit Kersten-Thiele (Sportdirektor Vechta): „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft den Gegner unterschätz hat. Paderborn ist ein gut gecoachtes Team, die Tabelle bzw. die letzten Ergebnisse spiegeln sicherlich nicht wider, was sie können. Wir wussten das und auch, dass sie vor der Kulisse nicht aufgeben werden. Wir haben ganz besonders im 4. Viertel den Faden verloren. Man hat heute ganz gut gesehen, dass, wenn wir das spielen, was wir wollen, wenn wir konzentriert sind, gute Dinge passieren. Wenn wir aber in so mancher Situation mit dem Kopf durch die Wand wollen, dann läuft es eben nicht. Das ist generell etwas, woran wir arbeiten müssen. Auch in vorherigen Spielen hätten wir es besser machen müssen.“

1. Viertel

RASTA traf in den ersten gut zwei Minuten der Partie erst durch Joschka Ferner und dann durch Andrew Jones schon zweimal von jenseits der 6.75 Meter und eroberte sich so eine 8:7-Führung (3. Minute). Zwei aufeinanderfolgende Blocks von Tajuan Agee und dessen Punkte zum 12:7 zeugten vom guten Start der Vechtaer. Aber: Gegen die als nicht sonderlich stark beim Rebound geltenden Paderborner machten die in dieser Disziplin eigentlich sehr gut aufgestellten Gäste zunächst keinen guten Job. Sie holten nur drei von zwölf möglichen Rebounds im 1. Viertel, Paderborn nutzte dies und hielt die Partie komplett offen. Zudem hatten die Vechtaer große Probleme mit Connor van Anthony, der ihnen drei Dreier und elf Punkte insgesamt einschenkte. 

2. Viertel

Horrorstart von RASTA in die zweiten zehn Minuten! Ein Dreier, ein Dunk und ein einfacher Korbleger der Uni Baskets Paderborn in den ersten 54 Sekunden des 2. Viertels brachten Vechta mit 22:29 in Rückstand - Auszeit. Ty Harrelson muss dann die richtigen Worte parat gehabt haben. Denn von der Bank zurückkommend agierten die Vechtaer die nächsten Minuten wie ausgewechselt. RASTA spielte sich in einen Rausch, verteidigte aggressiv, attackierte des Gegners Korb und brillierte minutenlang durch sehr schön anzusehendes Team-Play. Innerhalb von 6:12 Minuten legte RASTA einen 23:4-Lauf aufs Parkett, führte in der 18. Minute mit 45:33 - Riesenjubel im Gästeblock. Fünf Steals holten die Vechtaer im 2. Viertel, forcierten sieben Paderborner Ballverluste und hatten endlich auch bei den Rebounds die Oberhand. Die Folge: eine zweistellige Halbzeitführung (51:41).

3. Viertel

Nach zunächst vier Punkten in Serie zu Beginn der zweiten Halbzeit verlor RASTA den Faden. Der 14-Punkte-Vorsprung (55:41, 21.) schmolz Mitte des 3. Viertels nach sieben Paderborner Punkten  in Serie - binnen einer Minute - auf 51:57 (25.) Ty Harrelson nahm die nächste Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bekommen. Ein Lauf wie noch im 2. Viertel gelang den Vechtaern im Anschluss zwar nicht. Aber immerhin konnten sie die Paderborner nach deren 57:61 (28.) wieder etwas weiter von sich fern halten. Chip Flanigan und Ryan Schwieger trafen in der 30. Minute ganz wichtige Würfe, RASTA führte vor dem Schlussabschnitt mit 68:60. Das große Manko der Gäste: Dreier. Im 2. und 3. Viertel waren nur zwei von elf Würfen erfolgreich gewesen. Die Uni Baskets Paderborn hingegen standen nach 30 Minuten bei schon neun Treffern aus nur 20 Versuchen.

4. Viertel

Sieben Punkte von Andrew Jones in den ersten gut zweieinhalb Minuten des Schlussabschnittes schienen RASTA in der Spur zu halten. Doch was nach dem 75:68 (33.) des US-Rookies passierte, erinnerte an die erste Minute des 2. Viertels - nur dauerte diese schlechte Phase nun viel länger. Die Vechtaer kassierten einen 0:9-Lauf, lagen knapp vier Minuten vor dem Ende mit 75:77 (37.) zurück. In der Crunchtime schien den Vechtaern im zweiten Spiel binnen vier Tagen dann endgültig Esprit und Sprit auszugehen, währen die Uni Baskets Paderborn von ihren begeisterten Fans zum Sieg getrieben wurden. Nur zwölf Punkte hatte RASTA im 4. Viertel gemacht, nur vier von 18 Würfen getroffen. Dass so kein achter Sieg in Serie und somit kein neuer Klubrekord möglich war, war spätestens 35 Sekunden vor dem Ende jedem klar, als van Anthony zwei Freiwürfe zum 85:78 für Paderborn eingenetzt hatte.

Ausblick

Die erste Saisonniederlage im Gepäck, trifft der neue Tabellenzweite der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am Samstag (26.11., 19.30 Uhr) auf die PS Karlsruhe LIONS, den Fünften. Deutlich mit 103:79 gewannen die Karlsruher heute Abend gegen die VfL SparkassenStars Bochum und holten so ihren fünften Sieg. Tickets für die Partie des 9. Spieltages im RASTA Dome gibt es online auf www.rasta-vechta.de oder am Spieltag ab 18.30 Uhr an der Abendkasse. Online sind ab Montag auch Eintrittskarten für die nächsten neun Heimspiele zu kaufen, darunter die Top-Spiele gegen die Tigers Tübingen, gegen Medipolis SC Jena und das Derby gegen die WWU Baskets Münster.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA - 8. Spieltag - 19.11.22 - 19.30 Uhr

Uni Baskets Paderborn - RASTA Vechta 86:80 (22:22 / 19:29 / 19:17 / 26:12)

PAD: Marcus Anderson (4 Punkte/2 Steals/7 Rebounds), Connor van Anthony (25/7 Assists), James Fleming (13), Nico Marty-Decker (DNP), Oshane Drews (11), Marten Linßen (6/2 Steals), Jens Großmann (14), Johannes Konradt (3), Travis Jocelyn (2), Aaron Kayser, Lars Lagerpusch (9), Agúst Kjartansson.

VEC: Jordan Johnson (3 Punkte), Andrew Jones (17), Enosch Wolf (2), Joschka Ferner (7), Robin Lodders, Tajuan Agee (13/7 Rebounds/5 Assists/2 Steals), Ryan Schwieger (9), Julius Wolf (2), Joel Aminu (13) und Chip Flanigan (14/2 Steals).

Zuschauer: 1.861 im Sportzentrum Maspernplatz

RASTA Vechta - 2022/2023 - Der Kader

Spieler: Tajuan Agee (Power Forward, 25, USA), Joel Aminu (Shooting Guard, 25, D), Kilian Brockhoff (Small Forward, 18, D), Joschka Ferner (Small Forward/Shooting Guard, 26, D), Chip Flanigan (Small Forward, 26, USA), Johann Grünloh (Center, 17, D), Noah Jänen (Shooting Guard/Small Forward, 18, D), Andrew Jones (Shooting Guard/Point Guard, 24, USA), Jordan Johnson (Point Guard, 27, USA), Robin Lodders (Center, 27, D), Ryan Schwieger (Small Forward/Shooting Guard, 23, USA), Enosch Wolf (Center, 32, D), Julius Wolf (Power Forward, 29, D). Head Coach: Ty Harrelson (42, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

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