DiLEO: "ICH FREUE MICH AUF JOSH UND PHIL!"

81 Spiele in zwei Jahren - in der easyCredit BBL, im MagentaSport BBL Pokal, beim FINAL10 in München und in der Basketball Champions League. 81 Mal war RASTA Vechtas damalige #3 ein Horror für jeden gegnerischen Spielaufbau. 81 Mal ließ Max DiLeo sein Herz auf dem Parkett und war mitverantwortlich für die erfolgreichste Zeit in der Klubgeschichte RASTA Vechtas. Im Sommer folgte der 28-Jährige Head Coach Pedro Calles zu den Hamburg Towers. Bei den Hanseaten ist der US-Amerikaner mit deutschem Pass Kapitän, machte bisher alle 25 Spiele (17:12 Minute) und kam in diesen auf 3.4 Punkte, 1.4 Rebounds, 1.2 Assists und 1.0 Steals. Sein Plus-Minus-Wert ist mit 5.4 der viertbeste im Team der Towers. RASTAs neues Online-Spieltagsmagazin "JUMP!" hat mit Max gesprochen.

Foto: Michael Schwartz.

„JUMP!“: Max, gerade habt ihr nacheinander Berlin, Bayern und Bamberg geschlagen. Sind die Hamburg Towers jetzt ein Titelkandidat?

Max DiLeo: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie diese Spiele gewonnen hat. Aber wir schauen wirklich nur von Spiel zu Spiel und legen unseren Fokus nicht auf Dinge in ferner Zukunft. Unser Ziel ist es einfach, Hamburg als ein Team in der easyCredit BBL zu etablieren, das auf diesem Level mithalten kann."

J: Hast Du im Sommer, als Du von Vechta nach Hamburg gewechselt bist, daran gedacht, dass es unter Head Coach Pedro Calles gleich wieder so erfolgreich weiterläuft?

MDL: „Ich kannte Pedro da ja schon zwei Jahre. Von daher habe ich mir durchaus ausgerechnet, dass wir auch in Hamburg erfolgreich sein würden. Aber vor allem hatte ich in dem Wechsel eine Chance gesehen, dass ich mich als Basketballes noch weiter entwickeln kann."

J: In Bamberg konnte Pedro aufgrund einer Erkrankung nicht dabei sein und Miguel hat das Coaching übernommen. Hat Euch Pedro per WhatsApp motiviert oder konnte Miguel das alles ganz alleine managen?

MDL: „Miguel hat einen großartigen Job damit gemacht, uns zu motivieren und auf das Spiel vorzubereiten. Ich bin stolz darauf, wie gut er das so extrem kurzfristig hinbekommen hat. Ich denke auch, dass es ein Zeichen dafür ist, dass Pedro die ganze Saison über einen großartigen Job gemacht darin hat, uns auf alles vorzubereiten."

J: In Hamburg sagt man ja, dass diese Stadt die schönste der Welt ist. Was konntest Du denn bisher von Hamburg sehen? Oder macht die Corona-Pandemie das alles kaputt?

MDL: „Die Pandemie in Kombination mit dem langen deutschen Winter hat es schwierig gemacht, die Stadt wirklich zu genießen. Aber ich bin ein großer Fan der Alster, besonders wenn die Sonne scheint! Ich hoffe, dass es uns allen gelingt, weiter gesund zu bleiben. Denn nicht schon alles in Hamburg genießen zu können ist, denke ich, ein kleiner zu zahlender Preise im Verhältnis dazu, dass das Team und unsere Familien gesund bleiben."

J: Die Quarantäne von anderen Teams zwingt Euch in einen sehr engen Spielplan, dazu habt auch ihr Verletzungsprobleme. Wie kommt ihr mit der Situation klar?

MDL: „In meiner ersten Saison bei RASTA war es ja auch so, dass Verletzungen und Widrigkeiten einen noch stärkeren Zusammenhalt im Team hervorgebracht haben. Außerdem sind immer wieder andere Spieler eingesprungen. Die Phase jetzt ist von den Terminen her vergleichbar mit der Teilnahme am Europapokal - da spielst du auch alle drei, vier Tage. Ich kenne das also schon aus der letzen Saison. Wir gehen einfach jeden Tag zur Arbeit und versuchen, das Beste aus der Aufgabe zu machen, die wir vor uns haben."

J: Aktuell sieht es ganz danach aus, dass Ihr als Fünfter oder Sechster die Playoffs erreichen werdet. Welchen Gegner wünschst Du Dir denn fürs Viertelfinale?

MDL: An die Playoffs denke ich im Moment nicht. Wie gesagt, wir gehen ein Spiel nach dem anderen an und haben noch eine Menge Arbeit vor uns, um überhaupt erstmal die Hauptrunde zu beenden."

J: „Kommen wir noch kurz zu Deiner Zeit bei RASTA. Es waren erfolgreiche Jahre und viele Profis von damals spielen mittlerweile bei anderen, größeren Klubs. Zu wem hast Du noch Kontakt?

MDL: „Ich habe immer noch Kontakt zu vielen Teamkollegen, zu Josh und Philipp zum Beispiel. Es wird schön sein, sie am Mittwoch zu sehen. Mit TJ Bray und Austin Hollins spreche ich am meisten, und ich werde mich auch bei Mike Kessens, Wainwright, Luc van Slooten, Chris Carter und Steve Vasturia melden."

J: Max, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für den Rest der Saison!

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