FARMTEAM: MIT MINI-KADER KEINE SIEG-CHANCE

In der 1. Regionalliga Nord musste es der SC RASTA Vechta am Samstag arg dezimiert mit Favorit ASC 46 Göttingen aufnehmen. Und so überraschte die 67:83-Auswärtsniederlage in Südniedersachsen nicht annähernd. Head Coach Marius Graf hatte nach der Partie sogar gute Gründe, seine Mannschaft für ihre Vorstellung zu loben.

RASTAs Luca Ladjyn stand in Göttingen fast 29 Minuten auf dem Parkett. Foto: RASTA Vechta.

„Angesichts unserer sehr kleinen Rotation mit vier Spielern, die ja fast durchgespielt haben, war das eine geradezu sensationelle Leistung“, freute sich Graf. Mit Tim Insinger (Sprunggelenk), Fynn Aumann (Grippe) und Luc van Slooten (easyCredit BBL) hatten gleich drei Stammspieler und Leistungsträger nicht in Göttingen mitwirken können.  Gänzlich auf verlorenem Posten standen die verfügbaren RASTAner aber auch nicht.

Im 1. Viertel eroberten sie durch einen 6:0-Lauf eine 17:14-Führung, kassierten dann aber noch einen 2:8-Lauf zum 19:22-Pausenstand. „Wir haben das zu Beginn gegen körperlich überlegene Göttinger noch ganz gut hinbekommen, haben deren Physis angenommen. So konnten wir in Schlagdistanz bleiben“, fasste Graf die ersten zehn Minuten zusammen.

Im 2. Viertel aber machten die Göttinger ernst und erzwangen u.a. Ballverlust um Ballverlust bei den Gästen. Mit einem 13:0-Lauf setzte sich das Team von Trainer Sebastian Förster auf 37:23 ab, der ASC hatte die Kontrolle gewonnen. „Wir mussten die Spielzeit verteilen, damit uns nicht in der 2. Halbzeit frühzeitig die Kräfte ausgehen. Dadurch kam es verständlicherweise zu einem Bruch“, Graf. Die Göttinger hatten schlicht ernst gemacht, in Halbzeit eins ein Dutzend Assists verteilt und elf Steals geholt, während sich die Vechtaer durch gutes Offensiv-Rebounding – bedingt durch eine schwache Trefferquote – so teuer wie möglich verkauften.

Angesichts des 17-Punkte-Rückstandes zur Halbzeit (34:51) kamen die RASTAner mit einer vorbildlichen Einstellung zurück in die Partie, machten es den Hausherren nun so richtig schwer. Aggressiv in Offense und Defense gingen sie zu Werk, legten einen 9:0-Lauf aufs Parkett und waren beim 57:58 wieder in Schlagdistanz. Ryan Quaid hatte nach dem 3. Viertel bereits ein Double-Double (13 Punkte & 10 Rebounds) erreicht, Malte Giljan beinahe auch (15/9). Auch hatte Torge Buthmann mit bis dahin 4/5 getroffenen Dreiern abgeliefert.

„Unsere Inside-Spieler haben wieder einen guten Job gemacht Torge mit seiner Treffsicherheit auch. Alles in allem war ein sensationelles 3. Viertel, in dem wir auch davon profitiert haben, dass wir sehr aggressiv verteidigen konnten“, freute sich Graf über seine Jungs und die Linie der Schiedsrichter.

Die den Göttingern verpasste kalte Dusche hatte Wirkung gezeigt. Mit dem Ergebnis, dass der Favorit nun wieder wacher war und die dezimierten Vechtaer an die Grenze ihrer Kräfte brachte. Dieser Verschleiß gepaart mit zunehmendem Foul-Trouble begünstigte das starke Auftreten des ASC im Schlussabschnitt, den dieser mit 22:10 für sich entscheiden konnte. 26 Vechtaer Ballverluste und eine Dreierquote von nur 27.8% (5/18) waren dann doch zu viel. „Auch wenn wir die Partie schließlich verloren habe, war das heute eine gute Sache im Hinblick auf unser nächstes Spiel. Wenn wir am Samstag gegen Bergedorf mit der gleichen Energie ans Werk gehen, werden wir gewinnen“, ist sich Graf sicher.

Herren – 1. Regionalliga Nord – Samstag, 8. Februar 2020 – 15 Uhr

ASC 46 Göttingen – SC RASTA Vechta 83:67 (22:19 / 29:15 / 10:23 / 22:10)

ASC: Kai Globig, Lukas Heidelberg (9 Punkte/3 Steals), Andrew Onwuegbuzie (11/4 Steals), Marten Kalus (6), Luca-Alexander Büürma (DNP), Nikolas Schultz 18/10 Rebounds/4 Steals/2 Blocks), Daniel Borchers (2), Steffen Teichert (2/9 Asssist), Nick Boakye (17), Matt Husek (9/10 Rebounds), Philipp Sprung (8) und Justus Klinke (1).

Vechta: Jonny Willen (2 Punkte), Torge Buthmann (14), Malte Stenzel (7/4 Assists/3 Steals), Raul Westerhaus, Pavao Blazevic (2), Tim Insinger (DNP), Luca Ladjyn (6), Mathis Elbers, Malte Giljan (21/11 Rebounds) und Ryan Quaid (15/11).

Nächstes RASTA-Spiel: Am Samstag (15.2.) um 15 Uhr gegen die TSG Bergedorf (RASTA Gym)

 

 

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