IN HAMBURG: NEUES JAHR, NEUES GLÜCK FÜR RASTA?

RASTA Vechtas knüppelhartes Festtagsprogramm mit acht Spielen in 28 Tagen findet an diesem Samstag (2.1.) sein Ende. Ab 20.30 Uhr (live auf www.magentasport.de/basketball) spielt die Mannschaft von Head Coach Thomas Päch bei den so glänzend in die Saison gestarteten Hamburg Towers vor. In Vechta hofft man natürlich darauf, dass das neue Jahr glücklicher startet als das alte zu Ende gegangen ist.

Robin Christen gehört in dieser Saison zu RASTAs Lichtblicken. Foto: Sebastian Neddermann.

Nur um Haaresbreite nämlich hatte RASTA am Vorabend von Silvester den ersten Saisonsieg verpasst, verlor gegen den turmhohen Favoriten EWE Baskets Oldenburg unglücklich mit 80:82. Die bis hierhin beste Saisonleistung des Päch-Teams allerdings macht nun Hoffnung auf den ersten Saisonsieg. „Das Resultat ist für uns natürlich bitter“, sagte Päch direkt im Anschluss an das Derby, betonte aber, dass er stolz darauf sei, wie sein Team gespielt hatte: „Heute kann ich vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen. Und ich hoffe, dass die Energie und der Spirit von heute das sind, womit es jetzt weitergeht.“

RASTA musste am Mittwoch auf den Einsatz des verletzten Philipp Herkenhoff verzichten, Jordan Barnett setzte als siebter Ausländer aus. Mit welchem Personal Thomas Päch bei den Hamburg Towers antreten wird, entscheidet sich wohl erst am Spieltag. Allerdings betonte RASTAs Forward Robin Christen im Interview bei Magenta Sport bereits, dass es vor allem um das „Mindset“ eines jeden im Team geht. „Wenn du nicht die nicht richtige Einstellung hast, hast du in der easyCredit BBL überhaupt keine Chance - wir als RASTA Vechta schon einmal gar nicht. Man muss mit 120 % an die Dinge herangehen, nur dann hat man eine Chance darauf, ein Spiel zu gewinnen. Ich hoffe, dass das jetzt jeder bei uns verstanden hat. Wir werden weiter angreifen, nicht vom Gas gehen und dann wird der Erfolg früher oder später kommen“, so der 29-Jährige.

Scheinbar bereits in sicheres easyCredit BBL-Fahrwasser haben sich die Hamburg Towers manövriert. Mit dem neuen Head Coach Pedro Calles, der im Sommer nach insgesamt fünf Jahren in Vechta (davon die letzten zwei als Head Coach) Vechta in Richtung Elbe verließ, konnten die Hanseaten ihre ersten fünf Spiele allesamt gewinnen. Seitdem aber gab es Niederlagen in drei von vier Spielen. „Niederlagen gehören zu unserem Beruf dazu“, sagt der Spanier Calles. „Man kann nicht erwarten, dass wir einen Sieg nach dem anderen einfahren. Deswegen sollte man die letzten Ergebnisse nicht überbewerten. Nach nunmehr vier Monaten, die ich mit den Spielern zusammenarbeite, kann ich sagen, dass ich mit ihrer Arbeitseinstellung und -leistung sehr zufrieden bin.“

Auf der Suche nach Verstärkung sind die Hamburg Towers trotzdem. Denn mit Hans Brase fällt ein wichtiges Teil im Calles-Puzzle für den Rest der Saison aus. Überhaupt hat der Tabellensechste mit Personalproblemen zu kämpfen. „Ich kann mich nicht dran erinnern, in den letzten zwei Wochen auch nur einmal allen Spielern gearbeitet zu haben. Immer wieder fällt mal der eine, dann der andere Spieler aus. Die Unbeständigkeit hemmt uns in unserer Entwicklung. Dieser fehlende Fortschritt macht sich dann beispielsweise auch in den Ballverlusten bemerkbar“, so Calles.

Von diesen fügen die Hamburg Towers normalerweise den Gegnern reichlich zu. Mit im Schnitt pro Spiel 8.8. Steals sind sie in dieser Hinsicht das beste Team der Liga - in einer Kategorie aber auch Letzter. Freiwürfe nämlich kann das Calles-Team nicht verlässlich verwerten, nur 69.6% der Versuche führen zum Erfolg. Zahlenspiele, die wenig aussagen über das, was am Samstagabend wirklich passieren wird. Und so warnt Calles sein Team davor, RASTA als sieglosen Tabellenletzten zu unterschätzen: „Ich habe den Eindruck, Vechta kommt dem ersten Erfolg mit jeder Woche ein Stückchen näher. Sie haben sich mit Iroegbu noch einmal verstärkt. Unabhängig der Tabellensituation müssen wir uns auf ein umkämpftes Spiel einstellen.“

Samstag, 2. Januar 2021 - 20.30 Uhr - easyCredit BBL 2020/21 - 11. Spieltag

Hamburg Towers (6., 6-3) — RASTA Vechta (18., 0-10) (live auf www.magentasport.de/basketball)

Zuschauer: keine

RASTA Vechta - 2020/2021 - Der Kader

Jordan Barnett (Forward, 25, USA), Robin Christen (Forward, 29, D), Dennis Clifford (Center, 28, USA), Tim Hasbargen (Guard, 24, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 21, D), Jannes Hundt (Guard, 24, D), Ike Iroegbu (Guard, 25, NGR/USA), Stefan Peno (Guard, 23, SRB), Björn Rohwer (Center, 24, D), Jean Salumu (Guard, 30, BEL), Will Vorhees (Forward, 25, USA), Josh Young (Guard, 32, USA). Head Coach: Thomas Päch (38, D). Assistant Coaches: Derrick Allen (40, USA), Marius Graf (29, D). Athletic Trainer: Andreas Finsinger (30, D).

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