ACHTERBAHNFAHRT: RASTA VERLIERT AUCH IN CRAILSHEIM!

Am 30. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga hat RASTA Vechta seine 25. Niederlage kassiert. Bei den favorisierten HAKRO Merlins Crailsheim unterlag der einmal mehr von Verletzungen gebeutelte Tabellenletzte am Samstagabend mit 81:98 (37:45). Auch 19 Punkte von Youngster Philipp Herkenhoff sowie eine Sechs-Punkte-Führung Mitte des 3. Viertels verhalfen den Gästen nicht zum ersehnten Auswärtssieg.

Zu oft zu spät: RASTAs Defense war in Crailsheim einmal mehr oftmals nicht auf der Höhe des Geschehens. Foto: dieLICHTBUILDER Klamann & Bauer

In Kürze

RASTA Vechta um Head Coach Derrick Allen machte in der Arena Hohenlohe regelrecht eine Achterbahnfahrt mit. Dabei mussten die Gäste nach einem soliden Start (8:8, 4. Minute) erstmals abreißen lassen, kassierten einen 3:15 Lauf der bereits für die Playoffs qualifizierten Gastgeber (11:23, 9.). Nach einem zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand  (18:35, 13.) kämpfte sich das Allen-Team zurück in die Partie und führte in der 25. Minute mit 54:48. Dann aber machte der Favorit gegen die ohne Dennis Clifford, Jean Salumu, Tim Hasbargen und Will Vorhees (alle verletzt) angetretenen Vechtaer ernst, traf die Dreier traumhaft sicher und ließ RASTA schließlich keine Chance mehr.

Fakten

Würfe: RASTA 24/54 (44%) - Crailsheim 35/57 (61%)
Dreier: RASTA 12/29 (41%) - Crailsheim 17/32 (53%)
Freiwürfe: RASTA 21/29 (72%) - Crailsheim 11/18 (61%)
Rebounds: RASTA 32 - Crailsheim 27
Assists: RASTA 21 - Crailsheim 27
Ballverluste: RASTA 16 - Crailsheim 11
Steals: RASTA 3 - Crailsheim 10

1. Viertel

RASTAs Start in diese Partie gelang - irgendwie. Denn trotz Ballverlust um Ballverlust konnten die Gäste in der 4. Minute zum 8:8 ausgleichen, Josh Young hatte per Dreier getroffen. Doch dann wurden die Turnovers den Vechtaern zum Verhängnis. In der 8. Minute kassierte RASTA nach dem schon sechsten Ballverlust das 11:17 durch Maurice Stuckey, Hilliard und Jeremy Jones legten von jenseits der 6.75 Meter nach - 11:23 (9.). 18 Mal konnten die Hausherren im 1. Viertel auf den Korb werfen, RASTA schaffte dies nur zwölfmal. Die acht Ballverluste in den ersten zehn Minuten waren maßgeblich für den Zehn-Punkte-Rückstand (15:25) zur Pause.

2. Viertel

Auch nach der zweiminütigen Unterbrechung wurde es im „Team Orange“ nicht besser. Crailsheim startete mit einem Dreier von Elias Lasisi ins 2. Viertel, Bogdan Radosavljevic packte in der 12. Minute das 30:15 oben drauf und RASTAs zehnter Ballverlust wurde von den HAKRO Merlins Crailsheim nach exakt 13. Minuten zum 35:18 veredelt. RASTA war viertelübergreifend fast zehn Minuten nur Zuschauer und machte es den Baden-Württembergern reichlich einfach. Erst nach 14:14 Minuten kamen die Vechtaer erstmals an die Freiwurflinie, RASTAs #14, Philipp Herkenhoff, machte seinen ersten Punkt des Abends zum 21:35. Jannes Hundt sorgte dann mit einem Dreier via Brett zum 27:38 (17.)  sowie einem Zauber-Drive und -Wurf zum 29:41 (18.) erstmals für so etwas wie Hoffnung bei den Vechtaern. Philipp Herkenhoff konnte sogar noch einen Threeball nachlegen - 32:41, Auszeit Crailsheim (18.). Vechta war nun drin in der Partie und blieb dran am Tabellenfünften. Edgar Sosa schlug die Shotclock zum 34:43, Spam Kennedy traf per And-One zum 37:45 (beides 19.), RASTA gewann das 2. Viertel mit 22:20.

3. Viertel

Eine fantastische Phase hatte das Team von Derrick Allen dann in der ersten Hälfte des 3. Viertels. Angeführt vom nun überragenden Herkenhoff legten die RASTAner einen mitreißenden 17:3-Lauf hin. Mit einem And-One-Threeball eroberte der Youngster seinem Team in der 23. Minute die erste Führung in dieser Partie (48:45) und legte seinen dritten Dreier im 3. Viertel zum 54:48 nach (25.). Leider aber reagierte der Favorit glänzend auf das Aufbäumen des Underdogs. Mit zwei gewaltigen Alley-Hoop-Dunkings in Serie von Jamuni McNeace und einem Dreier von Jermaine Haley zum 55:54 meldeten sich das Iisalo-Team zurück - Auszeit RASTA (26.). Die Partie blieb nun eng, spannend, teils spektakulär. In der 38. Minute glich Hundt per Freiwurf zum 61:61 aus und wenige Sekunden vor Viertelende stellte Jordan Barnett einmal mehr den Anschluss her - 64:67. Doch dann pennte RASTAs Defense und erlaubte Haley einen völlig offenen Dreier von der Mittellinie, das 64:70 (30.) hatte man allein sich selbst zuzuschreiben.

4. Viertel

Der Zauberwurf der HAKRO Merlins Crailsheim zum Ende des 3. Viertels sollte sich als Dosenöffner fürs vierte erweisen. Die Baden-Württemberger explodierten förmlich und trän nun gegen eine überforderte Vechtaer Verteidigung nach Belieben. Dreier Stuckey zum 73:64 (31.), Dreier Radosavljevic zum 76:66 (32.), Dreier Bleck zum 85:68 - in der 35. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Blecks Threeball war der 14. im 29. Versuch, Crailsheim war RASTA aus der Arena Hohenlohe. Dies machte auch der sprunggewaltige McNeace in der 36. Minute mit seinem Dunking einmal mehr deutlich. Am Ende kassierte RASTA 17 Treffer von jenseits der 6.75 Meter, Crailsheim Quote lag bei 53%. Dass die Vechtaer lange Zeit ebenfalls hochprozentig von Außen getroffen, sich 32:27 Rebounds erkämpft und auch das Problem der Turnovers in der 2. Halbzeit in den Griff bekommen hatten, vermochte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die HAKRO Merlins Crailsheim sich ihren 21. Sieg redlich verdient hatten.

Ausblick

Vor den letzten vier Saisonspielen wird das Eis für RASTA Vechta in der easyCredit Basketball Bundesliga immer dünner. Der Tabellenletzte muss auf eine Niederlage des SYNTANICS MBC am Sonntag bei den FRAPORT SKYLINERS hoffen, um weiterhin reelle Aussichten auf den Klassenerhalt zu haben. Die Vechtaer selbst empfangen am Freitag (19 Uhr, live auf www.magentasport.de/basketball) Titelkandidat ALBA BERLIN. Haben die Vechtaer nach diesem 31. Spieltag noch rechnerische Chancen auf das Erreichen von Platz 16, dürften die letzten drei Partien gegen die direkten Konkurrenten s.Oliver Würzburg, den MBC und die JobStairs GIESSEN 46ers an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten sein.

Samstag, 24. April 2021 - 20.30 Uhr - easyCredit BBL - 30. Spieltag

HAKRO Merlins Crailsheim - RASTA Vechta 98:81 (25:15 / 20:22 / 25:27 / 28:17)

CRA: Trae Bell-Haynes (7/8 Assists/4 Rebounds), Maurice Stuckey (11/2 Steals)), Nimrod Hilliard (13/6 Assists), Aleksa Kovacevic (DNP), Elias Lasisi (9), Fabian Bleck (10/4 Steals), Jermaine Haley (9), Bogdan Radosavljevic (9/5 Assists), Jamuni McNeace (8), Dejan Kovacevic (DNP) und Jeremy Jones (22)

VEC: Sha’Markus Kennedy (7/6 Rebounds), Stefan Peno, Josh Young (9/5 Assists), Edgar Sosa (16/6 Assists), Philipp Herkenhoff (19/4 Assists), Jannes Hundt (6), Jordan Barnett (4), Björn Rohwer (10), Robin Christen (9) und Jesse Hunt (1).

Stimmen der Trainer zum Spiel

Derrick Allen (Vechta): „Ich denke, der Grund für unsere Turnovers war eine gewisse Nachlässigkeit, nicht der Fokus. Außerdem eine mangelhafte Offensivleistung. Warum wir so weit zurücklagen? Weil wir aufgehört haben zu Verteidigen und Crailsheim einige Dreier getroffen hat. Am Ende haben wir uns zurück gekämpft und waren sogar sechs Punkte vorne. Da hatten wir gute defensive und offensive Sequenzen. Philipp Herkenhoff war sehr gut bei diesem Lauf. Dann sind wir aber wieder in alte Muster verfallen: Turnovers, schwache Offensive und Verteidigung. Das waren die Gründe. Wir müssen uns weiter auf die Verteidigung konzentrieren und versuchen, die Gegner bei unter 20 Punkten pro Viertel zu halten. Sonst wird es schwierig für uns, so wie heute.“

Tuomas Iisalo (Crailsheim): „Glückwunsch an die Jungs. Wir haben mit viel Fokus angefangen und aufgehört. Dazwischen gab es schwierige Phasen, wobei es Vechta da auch gut gemacht hat. Der absolute Schlüssel heute war unsere Ballbewegung gegen die verschiedenen Verteidigungen Vechtas. In diesem Bereich war es unsere beste Saisonleistung. Außerdem waren wir in den entscheidenden Momenten in der Lage, die defensive Intensität zu erhöhen und Vechta zu stoppen, was für uns zu Punkten im Schnellangriff geführt hat.“

Nächstes RASTA-Spiel: am Freitag, 30. April, um 19 Uhr Uhr gegen ALBA BERLIN  (live auf www.magentasport.de/basketball)

RASTA Vechta - 2020/2021 - Der Kader

Jordan Barnett (Forward, 25, USA), Robin Christen (Forward, 30, D), Dennis Clifford (Center, 29, USA), Tim Hasbargen (Guard, 25, D), Philipp Herkenhoff (Forward, 21, D), Jannes Hundt (Guard, 24, D), Jesse Hunt (Forward, 23, AUS), Noah Jänen (Forward, 17, D), Martin Kalu (Forward, 16, D), Sha’Markus Kennedy (Forward, 22, USA), Stefan Peno (Guard, 23, SRB), Björn Rohwer (Center, 25, D), Jean Salumu (Guard, 30, BEL), Edgar Sosa (Guard, 33, DOM), Malte Stenzel (Guard, 23, D), Will Vorhees (Forward, 25, USA), Josh Young (Guard, 32, USA). Head Coach: Derrick Allen (40, USA). Assistant Coaches: Mauricio Parra (48, ESP), Marius Graf (30, D). Athletic Trainer: Andreas Finsinger (30, D).

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