SIEBTER SIEG: RASTA STELLT EIGENEN STARTREKORD EIN!

Mit einem 83:71-Heimerfolg über die RÖMERSTROM Gladiators Trier hat RASTA Vechta seinen eigenen Startrekord in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eingestellt. Vor 2.819 Zuschauern im RASTA Dome, darunter gut 200 eingeladene Erstsemester-Studierende der Universität Vechta, machten sechs Vechtaer neun oder mehr Punkte. RASTA steht nun weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze, während Verfolger Medipolis SC Jena seine Nachholpartie des 7. Spieltages verlor und auf den 4. Platz abrutschte.

Bester Vechater am Mittwochabend: Ryan Schwieger. Foto: Christian Becker.

In Kürze

Die Vechtaer setzen in dieser über 40 Minuten hart umkämpften Partie, in der RASTA insgesamt 13 Steals holte, Mitte des Schlussabschnittes zum entscheidenden Schlag aus. Ryan Schwieger und Joschka Ferner Dreier trafen nacheinander Dreier, die die Hausherren mit 73:64 nach vorne brachten. Das Team von Head Coach Ty Harrelson schaffte es, Liga-Topscorer Parker van Dyke praktisch völlig aus dem Spiel zu nehmen und holte insgesamt 44 Rebounds - davon 14 am offensiven Brett. Auch erwiesen sich die Vechtaer an der Freiwurflinie einmal mehr sicher, trafen 86% ihrer Versuche. Matchwinner des Tabellenführers war Ryan Schwieger mit einem tollen Paket aus 17 Punkten, sechs Assists und je vier Steals und Rebounds.

Fakten

Feldwürfe: RASTA 40% (25/59) - Trier 41% (27/66)
Zweier: RASTA 49% (17/35) - Trier 48% (21/44)
Dreier: RASTA 30% (8/27) - Trier 27% (6/22)
Freiwürfe: RASTA 86% (25/29) - Trier 79% (11/14)
Rebounds: RASTA 44 - Trier 36
Assists: RASTA 14 - Trier 18
Ballverluste: RASTA 16 - Trier 18
Steals: RASTA 13 - Trier 6
Fouls: RASTA 16 - Trier 21

Stimmen zum Spiel

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Das war eine sehr umkämpfte Partie, ein ganz hartes Stück Arbeit für uns. Pascal Heinrichs hat sein Team sehr gut eingestellt, Trier hat diszipliniert gespielt und uns in der Zone attackiert. Die Gladiators haben auch sehr physisch gespielt, es uns sehr schwer gemacht. Aber wir haben eben einen guten Job bei den Rebounds gemacht, das war entscheidend.“

Gerrit Kersten-Thiele (Sportdirektor Vechta): „Es war ein hartes Stück Arbeit heute. Umso schöner ist es, dass wir unsere Weste weiß halten konnten. Trier hat von Anfang an sehr physisch gespielt, wir brauchten Zeit, um uns darauf einzustellen. Am Ende hat uns unsere Tiefe im Kader über die 40 Minuten getragen. Am Donnerstag steht die Regeneration im Vordergrund, um Kräfte für das Spiel am Samstag zu sammeln. Und dann geht es darum, sich auf den Gegner vorzubereiten, zu wissen, was von Paderborn kommen wird. Aber noch wichtiger ist, dass wir wissen, was wir machen wollen, um dem nächsten Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“

Pascal Heinrichs (Head Coach Trier): „Die Offensiv-Rebounds haben heute den Unterschied gemacht. In einer ganz entscheidenden Phase hat Vechta diese geholt, zum Beispiel auch nach Freiwürfen. Das hat uns zum Ende hin den Kopf gekostet. Der Dreier von Robin Lodders zu Beginn des 4. Viertels hat RASTA auch sehr geholfen. Aber wirklich entscheidend war, dass wir gerade am Ende nicht die Rebounds kontrolliert haben. Parker van Dyke ist von RASTA sehr gut aus dem Spiel genommen worden. Allerdings waren wir auf dieses Szenario vorbereitet. Also wollten wir den Ball nach Innen bringen, haben das meiner Meinung nach aber nicht oft genug gemacht. Dass Parker also nur drei Punkte gemacht hat, war nicht das große Problem. Es kann immer mal vorkommen, dass jemand nicht so gut trifft. Aber er hat für seine Mitspieler viele Freiräume geschaffen.“

1. Viertel

Block-Party im RASTA Dome! Tajuan Agee, Ryan Schwieger und Triers Dylan Pointer räumten auf - und Painter ab. Der Gladiator traf in den ersten drei Minuten gleich zweimal per Dunking. Zwei Threeballs von Ryan Schwieger und Joel Aminu bescherten RASTA dann eine 12:8-Führung (6. Minute). Mehr als sechs Punkte Differenz (18:12, 8.) vermochten die Vechtaer nicht zwischen sich und den so unglücklich in die Saison gestarteten Gast (zunächst fünf Niederlagen in Serie) bringen, es war von Anbeginn ein Kampf auf Biegen und Brechen. Bester Mann im 1. Viertel: Dylan Painter mit acht Punkten und vier Rebounds.

2. Viertel

Einer von elf. Diese bittere Bilanz musste sich RASTA in den zweiten zehn Minuten in Sachen Dreier reinziehen. Und so gelang es den Hausherren nicht, sich wirklich abzusetzen. Auf Distanz aber hielt das Harrelson-Team die Trierer, bei denen nun Daniel Monteroso, zweitbester Liga-Scorer, übernahm und auf neun Punkte im 2. Viertel kam. Zunächst. Mitte des Abschnitts geriet RASTA dann aber doch in Rückstand - 28:29 (17.). Daraufhin vier Punkte in Serie von Tajuan Agee waren ganz wichtige, noch wichtiger waren jene letzten zwei der 1. Halbzeit von Ryan Schwieger. Der in den letzten Wochen immer stärker werdende US-Rookie traf mit Ablauf der 20. Minute zum 38:33.

3. Viertel

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel kassierte RASTA einen 0:8-Lauf zum 42:46. In der 25. Minute mussten die Vechtaer mächtig aufpassen, nicht merklich in Rückstand zu geraten. Ein  lautstark bejubelter Dreier von Andrew Jones zum 51:50 (27.) läutete dann RASTAs stärkste Phase in dieser Partie ein. Die Vechtaer hatten neben van Dyke nun auch Painter in den Griff bekommen und spielten weiterhin zumeist eine starke Defense. Und: In der Offense war die Last des Scorings auf viele Schultern verteilt, so dass am Ende auch neun von zehn eingesetzten Spielern gepunktet hatten. 

4. Viertel

Viertelübergreifend legten die Vechtaer im immer lauter werdenden RASTA Dome einen 10:0-Lauf hin, führten nach einem Dreier von Robin Lodders und einem And-One von Jordan Johnson mit 61:52 (31.). Aber: In den nächsten gut vier Minuten machten die Vechtaer keinen Punkt mehr. Erst Tajuan Agee mit einem Freiwurf zum 62:60 (35.) und nur 15 Sekunden später mit einem Dreier zum 65:60 brachte den Dome wieder zum beben. Die Gladiatoren aus Trier wussten sich weiter zu wehren - und zwar spektakulär. Travis Daniels vollendete einen Pass von Garai Zeeb per Alley-Oop-Dunking zum erneuten Anschluss (64:67, 36.). Matchwinner Ryan Schwieger war es dann, der mit einem Threeball bei ablaufender Shotclock RASTAs Fans von den Sitzen riss. So führte Vechta in der 38. Minute mit 70:64. Und 1:51 Minuten vor dem Ende netzte Joschka Ferner den nächsten Dreier zum 73:64 ein - der Dome wurde zum Partytempel. Einen Monsterblock und einen Dunking später, jeweils geliefert von Tajuan Agee, stand RASTAs siebter Sieg in Serie fest.

Ausblick

Wenig Zeit zur Regeneration haben die Vechtaer, treten sie doch am Samstag (19.30 Uhr) bei den Uni Baskets Paderborn zum 8. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA an. In der Tabelle steht das Harrelson-Team mit der maximal möglichen Ausbeute von 14 Punkten aus sieben Spielen ganz oben, die Ostwestfalen mit sechs Punkten auf Rang 13. RASTAs Touristik-Partner Schomaker Reisen aus Lohne bietet eine Fan-Fahrt nach Paderborn an. Fahrt und Eintrittskarten können noch unter https://www.schomaker-reisen.de/rasta_vechta.php gebucht werden.

Mittwoch, 16. November 2022 -20 Uhr - RASTA Dome in Vechta

RASTA Vechta - RÖMERSTROM Gladiators Trier 83:71 (18:14 / 20:19 / 17:19 / 28:19)

VEC: Jordan Johnson (9 Punkte), Kaya Bayram (DNP), Andrew Jones (9), Enosch Wolf, Joschka Ferner (5), Robin Lodders (12), Tajuan Agee (13/8 Rebounds/2 Blocks), Ryan Schwieger (17/6 Assists/4 Steals), Julius Wolf (1), Johann Grünloh (DNP), Joel Aminu (15) und Chip Flanigan (2/8 Rebounds)

TRI: Daniel Monteroso (15 Punkte), Garai Zeeb (11/9 Assists/4 Steals), Parker van Dyke (3), Tom Demmer, Nico Wenzl (8), Jonathan Almstedt (3), Ole Theiß (DNP), Dylan Painter (13/11 Rebounds), Till Isemann (6), Travis Daniels (12).

Zuschauer: 2.819 im RASTA Dome

RASTA Vechta - 2022/2023 - Der Kader

Spieler: Tajuan Agee (Power Forward, 25, USA), Joel Aminu (Shooting Guard, 25, D), Kilian Brockhoff (Small Forward, 18, D), Joschka Ferner (Small Forward/Shooting Guard, 26, D), Chip Flanigan (Small Forward, 26, USA), Johann Grünloh (Center, 17, D), Noah Jänen (Shooting Guard/Small Forward, 18, D), Andrew Jones (Shooting Guard/Point Guard, 24, USA), Jordan Johnson (Point Guard, 27, USA), Robin Lodders (Center, 27, D), Ryan Schwieger (Small Forward/Shooting Guard, 23, USA), Enosch Wolf (Center, 32, D), Julius Wolf (Power Forward, 29, D). Head Coach: Ty Harrelson (42, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

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